Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 21. Dezember 2014 

"Pathomechanismen und Therapie der Lungenfibrose"

17.01.2004 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Neue Klinische Forschergruppe als Ergänzung für Schwerpunkt in den Lebenswissenschaften an der Universität Gießen - Pressegespräch am 17. Februar 2004

Mit Jahresbeginn hat die neu formierte Klinische Forschergruppe "Pathomechanismen und Therapie der Lungenfibrose" am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen ihre Arbeit aufgenommen. Über einen Förderzeitraum von sechs Jahren unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Initiative der interdisziplinären Forschergruppe mit einem Finanzvolumen von annähernd 5 Mio Euro bei ihrem Ziel, die molekularen Mechanismen der Lungenfibrosierung aufzuklären und neue Strategien der Therapie zu entwickeln. Eine derartig strukturierte Verbindung von molekularer Grundlagenforschung, tierexperimentellen Modellen und klinischen Studien mit dem Schwerpunkt Lungenfibrose wird damit erstmals in Deutschland gefördert. Aus diesem Anlass möchten Prof. Dr. Werner Seeger, Direktor der Medizinischen Klinik II, Vertreter der Klinischen Forschergruppe und deren Sprecher, Priv.-Doz. Dr. Günther, Sie herzlich einladen zu einem Pressegespräch am Dienstag, den 17. Februar 2004, um 14.30 Uhr in der Medizinischen Klinik II (Direktionszimmer Prof. Seeger) Klinikstraße 36, 35392 Gießen.

In Deutschland sind schätzungsweise 100.000 Patienten von einer fibrosierenden Lungenkrankheit betroffen. Das gemeinsame Charakteristikum aller Lungenfibrosen ist der Ab-und Umbau der zarten Lungenstrukturen. Eine überschießende Bindegewebsbildung mit Abnahme der Lungenbläschen führt zu einem Verlust der Gasaustauschfunktion und Dehnbarkeit (Compliance) der Lunge. Die Krankheit nimmt überwiegend einen chronischen Verlauf und endet häufig tödlich. Die derzeit vorhandenen therapeutischen Möglichkeiten sind unbefriedigend und auf Kortikosteroide und andere Immunsuppressiva beschränkt.

Vor diesem Hintergrund ist es das erklärte Ziel dieser Klinischen Forschergruppe, die molekularen Mechanismen, die zur Entstehung und zum Fortschreiten fibrosierender Lungenerkrankungen beitragen, aufzuklären. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen vor Ort neue Strategien zur Diagnostik und Therapie fibrosierender Lungenerkrankungen entwickelt, im tierexperimentellen Ansatz überprüft und gezielt zur präklinischen Reife gebracht werden. Dazu arbeiten die Wissenschaftler der Medizinischen Klinik II, des Zentrums für Kinderheilkunde, des Pathologischen und des Biochemischen Institutes der Justus-Liebig-Universität Gießen sowohl in einem zentralen Projekt als auch in insgesamt sechs Teilprojekten eng zusammen.

Nach Ablauf der sechsjährigen Förderperiode wird die Forschergruppe vom Land Hessen übernommen und als dauerhaftes strukturbildendes Element zur weiteren Stärkung des ausgewiesenen Schwerpunktes "Life Sciences" der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Schwerpunktes "Kardiopulmonales System" des Fachbereichs Medizin beitragen. Die neue Klinische Forschergruppe wird eingebettet in die bereits bestehenden Strukturen des Sonderforschungsbereiches "Kardiopulmonales Gefäßsystem" (SFB 547, Sprecher: Prof. Dr. Werner Seeger) mit der Klinischen Forschergruppe "Respiratorische Insuffizienz" (Sprecher: Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger), zwei Nachwuchsgruppen und zwei internationalen Graduiertenprogrammen ("Biological Foundation of Vascular Medicine"; Sprecher: Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, und "Molecular Biology and Medicine of the Lung", Sprecher: Dr. Oliver Eickelberg).

Kontakt:

Dr. Christiane Eickelberg,

Medizinische Klinik II
Universitätsklinikum Gießen
Tel.: 0641/4808774
e-mail: christiane.eickelberg@innere.med.uni-giessen.de
uniprotokolle > Nachrichten > "Pathomechanismen und Therapie der Lungenfibrose"

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/27945/">"Pathomechanismen und Therapie der Lungenfibrose" </a>