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Otto-Hahn-Medaille für junge Wissenschaftlerin: Marlene Holder erhält begehrte Auszeichnung der MPG

05.06.2014 - (idw) Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

Auf der diesjährigen Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft wurden in München gestern wieder die Otto-Hahn-Medaillen verliehen. Eine der begehrten Auszeichnungen für junge Nachwuchswissenschaftler geht dieses Jahr an Dr. Marlene Holder. 2013 promovierte sie mit Bestnote in der Arbeitsgruppe von Dr. Fulvia Bono am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Viele junge Wissenschaftler stehen nun wieder im Mittelpunkt der Otto-Hahn-Preisverleihung darunter auch Marlene Holder, ehemalige Doktorandin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Der Vorschlag, ihre Unterlagen für die Nominierung einzureichen, kam von ihrer Arbeitsgruppenleiterin Fulvia Bono. Marlene war meine erste PhD-Studentin und ich bin sehr stolz auf sie. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass es mit einer Medaille geklappt hat, erklärt Bono.

Marlene Holder arbeitete während ihrer Doktorarbeit an Importin13, einem Protein, dass zwischen dem Zellkern und dem Cytoplasma, die Grundsubstanz der Zelle, in der die meisten chemischen Stoffwechselprozesse der Zelle ablaufen, hin und her wandert und dabei verschiedene andere Proteine transportiert. Normalerweise arbeiten diese Transportfaktoren nur unidirektional, das heißt entweder sie transportieren Moleküle in den Zellkern oder aber sie nehmen Moleküle, sogenannte Kargos, im Zellkern auf und transportieren diese ins Cytoplasma. Importin13 ist ein sehr ungewöhnlicher Transportfaktor, der sowohl Proteine in den Zellkern als auch heraus transportieren kann.

Holder studierte in Bayreuth und interessiert sich seither für Strukturbiologie. Seit Oktober letzten Jahres arbeitet sie nun als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Karim-Jean Armache am Skirball Institute der New York University, USA. Dort erforscht sie unter anderem, wie die Struktur von Chromatin die Genexpression reguliert.

Otto-Hahn-Medaille und Otto-Hahn-Award
Seit 1978 werden jährlich mehrere junge und besonders begabte Nachwuchswissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet für ihre hervorragende Dissertation und um sie zu einer späteren Karriere in der Forschung zu motivieren. Für die Otto-Hahn-Medaille können die Max-Planck-Institute jede Person vorschlagen, die die Doktorarbeit vor dem 30. Geburtstag abgeschlossen hat. Die Max-Planck-Gesellschaft zeichnet insgesamt bis zu 30 Doktoranden mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Zusätzlich erhält jeder der jungen Wissenschaftler ein Preisgeld von 7.500. Nur einer von ihnen kann dann noch den Otto-Hahn-Award erhalten, der obendrauf eine weitere, komplette Forschungsgruppenausstattung sowie die Führung einer Forschungsgruppe an einem Max-Planck-Institut ihrer oder seiner Wahl beinhaltet. Dies ist als weiterführende Option für junge Nachwuchswissenschaftler gedacht und wird meist nach einem Auslandsaufenthalt, der meist nach der Promotion folgt, in Anspruch genommen.
Über uns:
Der Max-Planck-Campus Tübingen beherbergt die Max-Planck-Institute für Entwicklungsbiologie, biologische Kybernetik und Intelligente Systeme/Standort Tübingen sowie das Friedrich-Miescher-Laboratorium. Insgesamt arbeiten und forschen rund 700 Personen auf dem Campus. Seine Institute sind Teil der 80 Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.


Das Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie betreibt Grundlagenforschung auf den Gebieten der Biochemie, Molekularbiologie, Genetik sowie Zell- und Evolutionsbiologie. Es beschäftigt rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat seinen Sitz auf dem Max-Planck-Campus in Tübingen. Das MPI für Entwicklungsbiologie ist eines der 80 Institute und Forschungseinrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. Weitere Informationen:http://www.mpg.de/954152/event19
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