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IfL intensiviert Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in Russland

05.06.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Länderkunde

Das Leibniz-Institut für Länderkunde wird zukünftig enger mit dem Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften zusammenarbeiten. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten die Direktoren beider Einrichtungen unlängst in Moskau. Die zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren getroffenen Vereinbarungen zwischen dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und dem Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften betreffen die zukünftige Forschungszusammenarbeit im Bereich der Regionalen Geographie und die gemeinsame Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Vorgesehen sind Kooperationen in der Planung und Durchführung konkreter Forschungsvorhaben, beiderseitige Gastaufenthalte junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie eine gegenseitige Beratung im Bereich Wissenstransfer.

Der jetzt abgeschlossenen Kooperationsvertrag bietet eine ausgezeichnete Grundlage für die Verstetigung und den Ausbau unseres bisherigen wissenschaftlichen Austauschs mit den Moskauer Kollegen, erklärt IfL-Direktor Professor Sebastian Lentz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Leipzig und Moskau arbeiten derzeit in zwei multinationalen Forschungsprojekten zur Entwicklung und räumlichen Organisation postsowjetischer und postsozialistischer Städte zusammen. In international vergleichender Perspektive beschäftigen sie sich unter anderem mit der Wahrnehmung, Akzeptanz und Zukunft von Großwohnsiedlungen oder auch mit städtischen Konflikten im öffentlichen Raum. Geplant sind gemeinsame Publikationen in internationalen Fachzeitschriften und Ergebnisdiskussionen mit einem interdisziplinär ausgerichteten Fachpublikum in Izmir und St. Petersburg. Weitere Arbeitsschritte wollen die Forscher diesen Herbst im Rahmen von Arbeitstreffen in Georgien (Tbilissi) und Frankreich (Le Havre) beraten.

Unterzeichnet wurde der Kooperationsvertrag von Professor Sebastian Lentz und Professor Vladimir Kotlyakov, Direktor des Instituts für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften, im Rahmen eines offiziellen Moskaubesuchs des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung. Das Stadtoberhaupt war im April mit einer rund fünfzigköpfigen Delegation für vier Tage in die russische Hauptstadt gereist. Die Vereinbarung folgt dem Grundsatz des IfL, seine Forschungen zu den Neuen Geographien Europas mit Partnern aus den Untersuchungsgebieten durchzuführen. Derzeit unterhält das Leibniz-Institut für Länderkunde Kooperationen mit akademischen Einrichtungen in rund zwanzig Ländern, mit einem Schwerpunkt auf dem östlichen Europa.

Weitere Informationen:
Dr. Isolde Brade
Tel.: 0341 600 55-112
I_Brade@ifl-leipzig.de Weitere Informationen:http://www.ifl-leipzig.de
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