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Universität Leipzig mit großem Angebot zur Wissenschaftsnacht

10.06.2014 - (idw) Universität Leipzig

Mit einer Taschenlampenführung durchs Ägyptische Museum, spannenden Einblicken in Hightech-Geräte für Kleintiere, Kunstbetrachtungen mit Handicap- und Alterssimulationsanzügen, Physik zum Anfassen sowie vielen anderen Angeboten beteiligt sich die Universität Leipzig an der 4. "Langen Nacht der Wissenschaften" in Leipzig. Am 27. Juni öffnen von 18 bis 24 Uhr Wissenschaftler und Studierende Labore, Hörsäle, Magazine und Archive, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. nteressante und unerwartete Einblicke in ganz unterschiedliche Forschungsbereiche der Universität sollen die Besucher an diesem Abend in der Veterinärmedizinischen Fakultät, am Campus Augustusplatz, in der Biocity, in der Albertina, in der Medizinischen Fakultät sowie in den Fakultäten Chemie und Mineralogie/Physik und Geowissenschaften und im Botanischen Garten erhalten. Mit insgesamt 113 Veranstaltungen - so vielen wie noch nie - steuert die Universität diesmal mehr als ein Drittel bei: Insgesamt stehen etwa 300 Angebote in mehr als 60 Einrichtungen der Stadt auf dem Programm der Wissenschaftsnacht, die aller zwei Jahre veranstaltet wird. Die Universität bietet den Besuchern unter anderem Laborbesichtigungen und Vorträge zu verschiedensten Themen, Experimente für kleine und große Leute, Workshops und Präsentationen, Filme und Lesungen.

Kunst aus anderer Perspektive betrachten

Die Kustodie zeigt mit der Ausstellung "Face to Face" in der Galerie im Neuen Augusteum Kunstwerke von internationalen Künstlern mit und ohne Behinderung. "Face to Face heißt sich begegnen, in Austausch treten und Erfahrungen teilen. Zur Langen Nacht der Wissenschaften wird dies auf besondere Art und Weise ermöglicht. Die Besucher können die Ausstellung durch die Simulation unterschiedlicher Einschränkungen aus einer anderen Perspektive wahrnehmen", sagt Kustodie-Sprecherin Dr. Simone Tübbecke. Mit einem Alterssimulationsanzug können die Besucher Hör-, Seh- und Gehbehinderungen nachempfinden, mit dem Rollstuhl durch die Ausstellung fahren und dadurch am eigenen Körper spüren, welche Konsequenzen solche Einschränkungen haben können.

Was läuft im Körper ab, wenn die Faust aufs Pult knallt? Wie funktioniert meine Stimme? Sind unsere Stammzellen wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde und was sind schaltbare Gummibärchen? - Alle diese Fragen werden in spannenden Vorträgen im Institut für Anatomie der Medizinischen Fakultät in der Liebigstraße beantwortet. Anhand von Modellen und Präparaten kann vor Ort auch eine Reise durch den eigenen Körper unternommen werden. Im Roten Haus bietet der IFB AdipositasErkrankungen ein buntes Programm aus Vorträgen, Mitmach-Aktionen, Filmvorführungen und Wissenstests rund um die Themen gesunde Ernährung, Übergewicht und seine Gefahren. Die Veranstaltung "Beginnt Übergewicht im Kopf?" beleuchtet so zum Beispiel die Zusammenhänge zwischen Gehirn- und Adipositasforschung. Besucher können außerdem verschiedene Stationen des Untersuchungsprogrammes der Gesundheitsstudie LIFE durchlaufen. Neben Body-Scans sind auch Cholesterin-, Blutzucker- und Hörtests geplant.

Physik zum Anfassen

In der Fakultät für Physik und Geowissenschaften in der Linnéstraße können Kinder unter anderem einen Regenbogen selbst erzeugen, die Eigenschaften von Magneten testen und mit Wasser experimentieren. Das Mitmach-Angebot "Physik zum Anfassen" richtet sich an Kinder im Vor - und Grundschulalter und soll Eltern oder Großeltern die Gelegenheit geben, an diesem Abend auch andere Angebote wahrzunehmen. Bei Veranstaltungen der Geowissenschaften in der Talstraße geht es ums Wetter und um Fußballfieber. Die Fakultät für Chemie und Mineralogie lädt unter anderem zur Experimentalvorlesung "Metalle - Experimente mit erfolgreichen Individualisten" in die Johannisallee ein. Wissenschaftler geben humorvolle und fundierte Einblicke in die metallische Welt.

Auf dem Campus der Veterinärmediziner An den Tierkliniken können Interessierte unter anderem die Funktionsweise eines neuen, modernen MRT-Gerätes sowie von innovativer 3D-Röntgentechnik kennenlernen, einen Hund auf dem Laufband erleben sowie die Zusammensetzung von Hundefutter erfahren. Dreidimensionale Einblicke in Kristallstrukturen werden in der Biocity am Deutschen Platz geboten: Die Röntgenkristallographie gleicht einem Supermikroskop mit atomarer Auflösung. Mit ihr lassen sich die 3D-Strukturen vom Diamant bis zum hochkomplexen Eiweißmolekül aufklären und die Eigenschaften der Stoffe verstehen. Zudem gibt es eine Wissenschafts-Rallye für Kinder mit Köpfchen. Im Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) machen spannende Versuche wie Farb-Phänomene beim Experimentieren mit Rotkohlsaft und Anschauungsobjekte Wissenschaft für Groß und Klein begreiflich. Besucher der Wissenschaftsnacht sind auch mit ihrer Familie eingeladen, der Artenvielfalt auf die Spur gehen: Am iDiv-Stand können Kinder ein großes Würfel-Puzzle zusammensetzen, während die Eltern ihren Geruchssinn mit einem Duft-Memory testen.

"Nacht der Untoten"

In der Bibliotheca Albertina schlüpfen lebende Philosophen der Universitäten Leipzig und Magdeburg in die Rollen der berühmten Philosophen Immanuel Kant, Karl Marx und Ludwig Wittgenstein. Sie diskutieren miteinander und mit dem Publikum die brisante Frage "Wozu Philosophie?". Das Institut für Anglistik veranstaltet "Die Nacht der Untoten" in Lehmanns Buchhandlung: Ab 21 Uhr halten Dozenten der Englischen Literaturwissenschaft Vorträge zu Vampiren und Mumien in englischer Sprache. Im Anschluss wird der Klassiker Nosferatu gezeigt.
Die Wissenschaftsnacht bildet zugleich den Auftakt für das 3. Internationale und fächerübergreifende Alumnitreffen der Universität Leipzig, das vom 27. bis 29. Juni 2014 stattfindet.


Um 18:00 Uhr starten die Programme der Wissenschaftsnacht in allen teilnehmenden Einrichtungen. Ein Shuttle der Leipziger Verkehrsbetriebe bringt die Besucher zu den Wissenschaftsorten. Alle Veranstaltungen sind eintrittsfrei. Das Programm ist online unter www.wissenschaftsnacht-leipzig.de zu finden.

Weitere Informationen:

Friederike Rohland
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 341 97-35031
E-Mail: friederike.rohland@uni-leipzig.de
Web:< www.zv.uni-leipzig.de/service/oeffentlichkeitsarbeit.html>
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