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Nieders. will Freiwiliges wissenschaftliches Jahr der Freiwilligendienste im Bundesgesetz verankern

12.06.2014 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Niedersächsische Wissenschaftsministerin Heinen-Kljaji startet Initiative im Bundesrat Die niedersächsische Landesregierung will das freiwillige Engagement junger Menschen stärken und ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr bundesgesetzlich verankern. Eine entsprechende Gesetzesinitiative wird morgen in erster Lesung im Bundesrat vorgestellt.
Die Initiative hat zum Ziel, das freiwillige wissenschaftliche Jahr neben dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr im Jugendfreiwilligendienstegesetz als weitere Säule festzuschreiben. Danach können künftig staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern institutionell gefördert werden, kraft Gesetzes als Träger eines freiwilligen wissenschaftlichen Jahres zugelassen werden. Hochschulen als Träger eines Jugendfreiwilligendienstes müssen derzeit noch durch die zuständige Landesbehörde zugelassen werden.
Wir wollen junge Menschen für Wissenschaft und Forschung begeistern. Von Biomedizin über Chemie und Physik bis hin zu Ingenieurwissenschaften: Mit dem freiwilligen wissenschaftlichen Jahr erhalten sie bereits vor dem Studium Einblicke in die wissenschaftliche Praxis, sagte die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji am Donnerstag bei der Vorstellung der Bundesratsinitiative in Berlin. Das freiwillige wissenschaftliche Jahr leiste einen wertvollen Beitrag zur Orientierung bei der Studien- und Berufswahl und wirke so dem prognostizierten Fachkräftemangel entgegen.
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet das freiwillige wissenschaftliche Jahr im Zuge eines Pilotprojektes seit September 2011 mit großem Erfolg an. Auf die aktuell 78 Plätze haben sich mehr als 200 Anwärter beworben. Die niedersächsische Initiative knüpft an diese positiven Erfahrungen an. Junge Menschen haben großes Interesse, sich in diesem Bereich zu engagieren, sagte Heinen-Kljaji. Wir wollen erreichen, dass ihnen der Zugang zum freiwilligen wissenschaftlichen Jahr offen steht.
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