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Opfertod in der Moderne

20.01.2004 - (idw) Technische Universität Berlin

Opfertod in der modernen Welt
Humboldt-Stipendiat David Pan forscht an der Technischen Universität Berlin

"Opfermodelle - Gewalt und das Heilige in der neueren deutschen Literatur" stehen im Mittelpunkt des Forschungsaufenthaltes des Literaturwissenschaftlers Dr. David Pan am Institut für Literaturwissenschaft der TU Berlin. Er wird für ein Jahr, bis Juli 2004, zu Gast sein bei TU-Professor Hans Dieter Zimmermann. Finanziert wird sein Aufenthalt durch ein Humboldt-Forschungsstipendium. Mit dem Stipendium ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung hoch qualifizierten promovierten ausländischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, ein Forschungsvorhaben eigener Wahl in Deutschland durchzuführen.

Eines der Schlüsselthemen der deutschen Literatur seit der Aufklärung ist der Versuch, den Opfertod als Mittel zur Bewältigung menschlicher Probleme zu überwinden. Während Goethe den Opfertod in "Iphigenie auf Tauris" als unbegründeten Gewaltakt versteht, betrachten ihn andere Schriftsteller, wie Kleist oder Kafka als einen unausrottbaren Bestandteil des menschlichen Lebens. Im Rahmen seines Forschungsaufenthaltes will David Pan das Phänomen des Opfertodes unter verschiedenen Gesichtspunkten analysieren. Unter anderem will er zeigen, dass der Opfertod auch in der modernen Welt ein elementares Modell bleibt, das die menschliche Beziehung zum Tod bestimmt.

David Pan promovierte 1995 an der Columbia University, New York in Germanistik. Von 1994 bis 2001 war er als Assistant Professor an der Washington University in St. Louis sowie an der Stanford University tätig. Die folgenden zwei Jahre arbeitete David Pan bei McKinsey and Company in Los Angeles. Zur Zeit ist er Associate Professor of German, Außerordentlicher Professor, an der Pennsylvania State University. Bisher hat er ein Buch und Aufsätze zu Franz Kafka, Theodor Adorno und Heinrich von Kleist veröffentlicht.


Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne: Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann, Institut für Literaturwissenschaft der TU Berlin, Tel.: 030/314-22231, Fax: 030/314-23107

Diese Medieninformation ist auch im WWW unter: http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2004/p16.htm
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