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TU Berlin: Hohe Ehrung aus den USA

12.06.2014 - (idw) Technische Universität Berlin

American Academy of Arts & Sciences beruft Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Suckale von der TU Berlin in ihre Reihen Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. Robert Suckale von der TU Berlin wurde in die American Academy of Arts & Sciences aufgenommen. Sie ist eine der ältesten und prestigeträchtigsten Akademien der USA. Seit ihrer Gründung 1780 hatte sie führende Denker und Entscheider jeder Generation in ihren Reihen, einschließlich George Washington und Benjamin Franklin, Albert Einstein und Winston Churchill.

Ihre Mitgliederliste umfasst mehr als 250 Nobelpreis- und 60 Pulitzerpreisträger. Ihre insgesamt 4600 Mitglieder sowie die 600 auswärtigen Ehrenmitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Disziplinen. In diesem Jahr wurden 204 neue Mitglieder in die Akademie berufen, darunter 16 ausländische Ehrenmitglieder. Die Einführungszeremonie der neuen Mitglieder findet am 11. Oktober 2014 im Hauptsitz der Akademie, in Cambridge/MA statt.

Prof. Dr. Robert Suckale gehört zu den renommiertesten deutschen Kunsthistorikern. 1943 in Königsberg/Ostpreußen geboren, studierte er Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Lateinische Philologie des Mittelalters. 1990 wurde er an die TU Berlin für das Fachgebiet Kunstge-schichte berufen, an dem er bis zum Jahr 2004 lehrte. Seine Forschungen und Publikationen berücksichtigen die gesamte Kunstgeschichte aller europäischen Länder; doch verlagerte er in Berlin seinen Interessenschwerpunkt von der westeuropäischen Architektur und Kunst der Gotik auf die stark vernachlässigte Kunst unserer östlichen Nachbarn. Neue Impulse gab er auch der Erforschung der mittelalterlichen Frauenklöster. Dabei war für ihn der Gesichtspunkt maßgeblich, dass Bauten und Bilder nur in ihrem historischen Kontext zu begreifen sind, weshalb ihn das breite Fächerspektrum der ehemaligen geisteswissenschaftlichen Fakultät anzog. Das Studium der Kunstgeschichte ohne Kenntnis der Techniken und ohne Kontakt mit der Praxis der Architekten und Denkmalpfleger führt für Robert Suckale zu leerer Spekulation. Sein Werk zeigt, dass Kunstwissenschaft grenzüberschreitende Forschung benötigt: Die methodische Vielfalt Suckales verbindet Fragen des Stils und der Ikonographie mit solchen nach dem Verhältnis zwischen Kunst und Politik sowie der Theologie und Frömmigkeitsgeschichte. Robert Suckale ist Initiator und Leiter zahlreicher Drittmittel geförderter Großprojekte und ist bzw. war darüber hinaus Directeur détudes associé de lEcole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris, Visiting Professor an der Harvard University sowie Richard-Krautheimer-Professor an der Bibliotheca Hertziana in Rom. Auch lehrte er ein Semester an der TU Istanbul im Rahmen eines Austauschprogramms. Im Jahr 2011 erhielt er die Ehrendoktorwürde des Courtauld Institute der University of London.

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Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Andrea Meyer, Fachgebiet Kunstgeschichte der TU Berlin, Tel.: 030 314-28922, E-Mail: andrea.meyer@tu-berlin.de
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