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Lebenswerk von Wolfgang Schneider ausgezeichnet

17.06.2014 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Für sein Lebenswerk ist Psychologie-Professor Wolfgang Schneider (63) von der Universität Würzburg ausgezeichnet worden allem voran für seine Verdienste um die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die Defizite bei der Sprachkompetenz haben. Der wissenschaftliche Beirat der LOS-Institute (Lehrinstitute für Orthographie und Schreibkompetenz) in Saarbrücken hat seinen mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis an Wolfgang Schneider vergeben. Damit wurde der Würzburger Psychologie-Professor für sein wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet. Er bekam den Preis am 17. Mai im Festsaal des Saarbrücker Schlosses vom Beiratsvorsitzenden Peter May (Hamburg) überreicht.

Schneider erhielt den Preis, weil er bei der Förderung der schriftlichen und mündlichen Sprachkompetenzentwicklung bei jungen Menschen mit Defiziten besondere Leistungen in Wissenschaft und Praxis erbracht hat, wie May in der Laudatio sagte. Gewürdigt wurden neben dem wissenschaftlichen Lebenswerk auch Schneiders Nähe zur Praxis und seine Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene.

Schneider stellt das gesamte Preisgeld der Universität Würzburg zur Verfügung. Es kommt einem Forschungsprojekt zu Gute, das sich mit der Frühdiagnose von Schreibschwächen befasst. Sein Titel: Zur Erfassung schriftrelevanter Kompetenzen im Kindergarten: Das Würzburger Vorschultestdiagnostikum und das Würzburger Vorschul-Screening.

Vita von Wolfgang Schneider

Geboren wurde Wolfgang Schneider 1950 in Völklingen/Saar. Sein Studium der Psychologie, Philosophie und Theologie absolvierte er an den Universitäten Wuppertal und Heidelberg. 1979 promovierte er in Heidelberg zum Thema Bedingungsanalysen der Rechtschreibleistung.

Von 1976 bis 1981 war Schneider dann wissenschaftlicher Angestellter am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Mit einem Stipendium der Stiftung Volkswagenwerk konnte er 1981 und 1982 als Visiting Scholar am Department of Psychology der Stanford University in Kalifornien arbeiten.

Zurück in Deutschland, zog er mit seiner Familie von Heidelberg nach München um und wirkte dort zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann als Professor am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung. 1988 habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über die Gedächtnisentwicklung bei Kindern und Jugendlichen.

1991 folgte Schneider einem Ruf auf den Lehrstuhl für Psychologie IV (Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie) an der Universität Würzburg, den er bis heute innehat.

Schwerpunkte in der Forschung

Schneiders Forschungsschwerpunkte liegen auf der Lese- und Rechtschreibforschung. Er befasst sich mit der Förderung vorschulischer Kompetenzen im Bereich der phonologischen Bewusstheit und schulischer Fertigkeiten in Schriftsprache und Mathematik. Weiterhin ist er in der Lehr-Lernforschung, der Gedächtnis- und Metakognitionsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen sowie in der Hochbegabungs- und Expertiseforschung aktiv.

Aktivitäten in wissenschaftlichen Organisationen

Von 1998 bis 2001 war Schneider Mitglied im Nationalen Konsortium sowie in der International Expert Group Reading der OECD-PISA-Studie. Beiden Gremien gehörte er auch von 2007 bis 2011 an. Von 2000 bis 2004 war er Vizepräsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie; von 2004 bis 2009 Vizepräsident der Universität Würzburg. Seit 2010 fungiert er als Präsident der International Society for the Study of Behavioral Development, einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft von Sozial- und Verhaltenswissenschaftlern mit etwa 1.000 Mitgliedern aus 65 Ländern. Weitere Informationen:http://www.los.de Homepage der LOS-Institute (Lehrinstitute für Orthographie und Schreibkompetenz)http://www.uni-wuerzburg.de Universität Würzburg

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