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Gießener Medizinhistoriker erhält Preis für exzellente Lehre

20.06.2014 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Feierliche Verleihung des Ars legendi-Fakultätenpreises an PD Dr. Michael Knipper vom Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen Beitrag zur historisch und ethisch reflektierten Sicht auf Medizin und ärztliches Handeln Der Medizinhistoriker PD Dr. Michael Knipper vom Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig Universität Gießen (JLU) hat vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem MFT Medizinischen Fakultätentag einen der angesehensten deutschen Lehrpreise erhalten. Bei einem Festakt in Frankfurt erhielt Dr. Knipper am Donnerstagabend als einer von zwei Preisträgern den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Hochschulmedizin. Dr. Knipper überzeugte die Jury, die ihn als äußerst engagierten, kreativen Dozenten bezeichnete, mit seiner innovativen und neuen Orientierung des Arztbildes. Die Studierenden des Fachbereichs Medizin hatten unterstützt vom Dekanat den Vorschlag eingereicht. Den Preis verstehe ich auch als Auszeichnung für die gesamte Universität und den Fachbereich Medizin. Das konstruktive Klima an der JLU fördert aktiv die interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit, sagte der Preisträger, der sich für die Offenheit und die kontinuierliche Unterstützung durch Studierende, Kollegen, Dekanat und Präsidium bedankte.

Als Medizinhistoriker, der Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin lehrt, hat Dr. Knipper vor allem das Schwerpunktcurriculum Global Health mit einer starken internationalen Ausrichtung federführend konzipiert, das sich inzwischen als herausragendes Lehrprojekt im Studiengang Medizin etabliert hat. Michael Knipper ist darüber hinaus Mitbegründer der Zeitschrift in weiß, in der sowohl Lehrende als auch Studierende Texte publizieren, die zu einem erweiterten Verständnis von Medizin in einem interkulturellen Kontext beitragen. Bemerkenswert sind ferner die Lehrangebote im Wahlfach Medizin und Migration, in dessen Rahmen Michael Knipper gemeinsame Lehreinheiten für Studierende der Medizin und der Rechtswissenschaft zu Themen des Aufenthalts- und Asylrechts sowie zur medizinischen Betreuung von Flüchtlingen und Migranten in Deutschland durchführt.

Das Lehrprojekt Global Health trage entscheidend zur Etablierung einer interkulturell, historisch und ethisch reflektierten Sicht der Studierenden auf Medizin und ärztliches Handeln bei und fördere maßgeblich die Internationalisierung der Lehre, betonte der Studiendekan Prof. Dr. Joachim Kreuder in seiner Stellungnahme zum Vorschlag der Fachschaft. Die Studierenden selbst bescheinigten Knipper außergewöhnlichen persönlichen Einsatz für die Lehre in Gießen, der weit über seine Pflichtlehre hinausgeht.

Michael Knipper studierte Humanmedizin in Bonn und wurde dort promoviert. Seit Mai 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der JLU Gießen. Seine Habilitationsschrift von 2010 trägt den Titel Medizin, Migration und ethnisch-kulturelle Vielfalt: Beiträge aus der Perspektive von Geschichte, Anthropologie und Ethik der Medizin. In Forschung und Lehre ist er stark international und interdisziplinär ausgerichtet.

Der Ars legendi-Preis soll die Qualität der Lehre als wesentliches Exzellenzkriterium für Hochschulen etablieren. Der von Stifterverband und MFT ausgeschriebene Preis richtet sich ausschließlich an herausragende und innovative Leistungen an medizinischen Fakultäten und Fachbereichen.

Kontakt
PD Dr. Michael Knipper
Institut für Geschichte der Medizin
Telefon: 0641 99-47706

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Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die mehr als 26.500 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissen¬schaften bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veterinärmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlichkeiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture GCSC). Weitere Informationen:https://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb11/studium/medizin/klinik/spc/spc-global

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