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Ausstellung im Weimarer Stadtschloss richtet den Blick auf die Musikkultur Weimars um 1900

20.06.2014 - (idw) Klassik Stiftung Weimar

Vom 27. Juni bis 31. August 2014 widmen sich die Klassik Stiftung Weimar und die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in der gemeinsamen Ausstellung »Musik in Weimar um 1900« der vielfältigen Musikkultur, die die »Klassikerstadt« während der Zeit um die Jahrhundertwende prägte. Die Ausstellung im Weimarer Stadtschloss ist das Ergebnis eines musikwissenschaftlichen Projektseminars der Hochschule für Musik FRANZ LISZT. Wenn Weimar als Kulturort europäischen Ranges in den Blick gerät, so werden häufig zunächst drei Zeitabschnitte als prägend benannt: das »goldene« Zeitalter der Klassik mit Johann Wolfgang von Goethe (17491832), Friedrich Schiller (17591805), Johann Gottfried Herder (17441803) und Christoph Martin Wieland (17331813), das »silberne« Zeitalter der 1860er bis 1880er Jahre mit Franz Liszt (18111886) und zuletzt die im Staatlichen Bauhaus versinnbildlichte »Moderne« der 1920er Jahre. Eher selten standen auch aus musikhistorischer Sicht bislang die bedeutenden kulturellen Ereignisse des Fin de Siècle in Weimar zur Diskussion, jene epochale Nahtstelle zwischen Tradition und Moderne, zwischen Jahrhundertende-Melancholie und Aufbruchsstimmung. Hier nach dem Tod Franz Liszts 1886 und vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt wurden die Weichen für den Beginn des so folgenreichen 20. Jahrhunderts gestellt.

Die Ausstellung »Musik in Weimar um 1900« richtet den Blick auf die Musikkultur, in der sich die Komponisten um 1900 in Weimar verorteten und fragt nach den bedeutenden Protagonisten sowie maßgeblichen Institutionen jener Zeit. Wer war dem Bewahren zugetan, wer strebte nach Erneuerung? Welche Rolle spielte die bürgerliche Kultur und ihr starkes »klassisches« Selbstverständnis bei der Begegnung mit den »neuen« Strömungen in der Musik? Wo verortete sich das Großherzogliche Haus Sachsen-Weimar und Eisenach im letzten Jahrzehnt vor seinem Ende? Die Ausstellung widmet sich Aspekten der volkstümlichen Musik ebenso wie solchen der Theater- und Konzertkultur. In sechs thematischen Sektionen werden seltene Exponate zur Weimarer Musikgeschichte um 1900, darunter Fotografien, Programmzettel, Musikalien und mechanische Instrumente wie eine Spieluhr, aus dem Thüringischen Landesmusikarchiv, dem Thüringischen Hauptstaatsarchiv, dem Goethe- und Schiller-Archiv und dem Weimarer Stadtarchiv gezeigt und erläutert. Ein von den Studenten eigens für die Ausstellung konzipierter Audioguide führt durch die kleine Schau im Festsaal des Schlosses.

Die feierliche Eröffnung findet am 26. Juni um 17 Uhr im Festsaal des Stadtschlosses statt. Nach einer Begrüßung durch Hellmut Th. Seemann, Präsident der Klassik Stiftung, Prof. Dr. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, und Prof. Dr. Christiane Wiesenfeldt, Professorin für Musik des 19. Jahrhunderts an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT spielen und kommentieren Studierende der Hochschule ausgewählte Werke Weimarer Komponisten aus der Zeit um 1900, darunter bislang unbekannte Stücke von Waldemar von Baußnern, Eduard Lassen und Hans Sommer.

Ausstellungsdaten
Musik in Weimar um 1900
27. Juni bis 31. August 2014 | DiSo 9.3018 Uhr
Stadtschloss Weimar | Festsaal
Burgplatz 4 | 99423 Weimar

Eintritt
Stadtschloss Weimar mit Schlossmuseum
Erw. 7,50 Euro | erm. 6 Euro | Schüler (1620 J.) 2,50 Euro Weitere Informationen:http://Pressebilder unter: www.klassik-stiftung.de/pressehttp://Zur Ausstellung: http://www.klassik-stiftung.de/ausstellungen-und-veranstaltungen/
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