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Europäisches Symposium zum Substanzkonsum unter Studierenden

23.06.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS

Auf dem 4. Symposium für Substanzkonsum und -missbrauch unter Studierenden in Europa am 26. und 27. Juni am Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Public Health, Soziologie, Psychologie und Bildung neueste Forschungserkenntnisse zum Alkohol- und Drogenkonsum unter Studierenden. Auf dem 4. Symposium für Substanzkonsum und -missbrauch unter Studierenden in Europa, das am 26. und 27. Juni am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS in Bremen stattfindet, treffen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Public Health, Soziologie, Psychologie und Bildung zusammen. Ziel ist es, neueste Forschungserkenntnisse zum Alkohol- und Drogenkonsum unter Studierenden interdisziplinär zu diskutieren. Zwei international renommierte Wissenschaftler, der US-amerikanische Soziologie-Professor Wesley Perkins sowie der englische Professor für Gemeindepsychologie und Public Health David Foxcroft, halten die Hauptreden auf der Konferenz.

Wie stark legale, illegale und neue psychoaktive Substanzen unter Studierenden verbreitet sind, wie man den Substanzkonsum vorhersagen und erheben kann, sind Themen des 4. Symposium für Substanzkonsum und -missbrauch unter Studierenden in Europa (4th European Symposium on Substance Use & Abuse among University Students - ESSUS). Weiterhin werden neue Interventionsstrategien zur Prävention und Reduktion von Substanzkonsum vorgestellt und diskutiert. Auch E-Health-Maßnahmen - wie zum Beispiel Online-Portale, die vorbeugend eingesetzt werden und den Substanzkonsum unter Studierenden verringern sollen - werden thematisiert. Dr. Claudia Pischke, Gesundheitspsychologin am BIPS, erklärt: "Ziel dieser innovativen Interventionen ist es nicht, mit erhobenem Zeigefinger auf die Gefahren von Substanzkonsum hinzuweisen. Vielmehr sollen sie über tatsächliche Konsumraten, die oft weitaus niedriger liegen als von Studierenden angenommen, aufklären und somit vorherrschende soziale Normen unter Gleichaltrigen verändern."

Für die Tagung konnten zwei international angesehene Wissenschaftler als Hauptredner gewonnen werden. Perkins, der als Professor für Soziologie am "Department of Anthropology and Sociology" des "Hobart and William Smith Colleges" in Geneva/New York arbeitet, ist ein renommierter Substanzkonsumforscher und jahrelang in der Interventionsforschung aktiv. Foxcroft ist Professor für Gemeindepsychologie und Public Health an der Oxford Brookes University. Er forscht zur Prävention von Risikoverhalten bei Kindern und jungen Menschen.

Substanzkonsum bei Studierenden ist ein Thema mit sehr großer Relevanz für die öffentliche Gesundheit. Mit Studienbeginn lösen sich die meisten Studierenden erstmals aus der Obhut ihrer Eltern. In diesem Zeitraum treffen sie oft auch die ersten persönlichen Lebensstilentscheidungen, wie den Konsum von legalen und illegalen Substanzen. Neue Herausforderungen im Studierendenleben lösen zudem häufig Stress aus - und somit auch den Konsum von Alkohol und Drogen zum Lindern der Symptome.


Das diesjährige ESSUS-Symposium in Bremen ist die vierte Veranstaltung dieser Konferenzreihe. In den Vorjahren fand ESSUS in Antwerpen/Belgien, Kosicé/Slowakei und Bradford/Großbritannien statt. ESSUS will den Austausch von Expertinnen und Experten zum Thema Substanzkonsum stärken und Maßnahmen fördern, die vorbeugend wirken und den Konsum von Alkohol und Drogen bei Studierenden verringern. Anhang
Programm ESSUS-Symposium 2014
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