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Wittener Institut für institutionellen Wandel (WIWA) nimmt die Arbeit auf

23.06.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Interdisziplinäre Forschung zu gesellschaftlichen Wandlungs- und Reformprozessen An der Wittener Wirtschaftsfakultät steht seit jeher das Verhältnis von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Analyse. Mit diesem erweiterten Verständnis von Wirtschaft machen wir und zwar sowohl die Volks- als auch die Betriebswirte seit jeher genau das, was in der letzten Zeit immer lautstärker unter dem Stichwort der 'pluralen Ökonomik' eingefordert wird, sagt Dekan der Wirtschaftsfakultät und Vorstandsmitglied des WIWA Prof. Birger Priddat, der selbst im Grenzbereich von Philosophie und Volkswirtschaftslehre forscht.

Unter Institutionen verstehen Ökonomen ganz allgemein die Spielregeln menschlicher Interaktion. Sie bilden die entscheidende Schnittstelle zwischen der Ökonomie im eigentlichen Sinne und ihrer sozialen, politischen und kulturellen Einbettung, so WIWA-Gründungsdirektor Prof. Joachim Zweynert, Inhaber der Professur für Internationale Politische Ökonomie. Mit der Gründung des Wittener Instituts für institutionellen Wandel wird der kontextuale Forschungsansatz der Wittener Ökonomen konsequent weiter verfolgt: Gerade bei der Behandlung der Frage nach längerfristigen gesellschaftlichen Wandlungs- und Reformprozessen stößt die heutige Volkswirtschaftslehre immer deutlicher an die Grenzen ihres fachgebundenen Tunnelblicks, so Zweynert, und das erklärt auch die zunehmende Unzufriedenheit vieler der Studierenden an mainstream-orientierten Wirtschaftsfakultäten. Die Gefahr eines ökonomischen Tunnelblicks wird aber nicht allein durch eine Verbreiterung des Tunnels gebannt. Deshalb soll im WIWA immer wieder die Brücke zu den sozial- und geisteswissenschaftlichen Nachbardisziplinen geschlagen werden. Dies ist in Witten lange und erfolgreich geübte Praxis, so Prof. Dirk Sauerland WIWA-Vorstandsmitglied und Mitverfasser des deutschsprachigen Standardlehrbuchs zur Institutionenökonomik.

Auch in einer weiteren Hinsicht knüpft das WIWA an die Traditionen der Universität Witten/Herdecke an: Es gibt eine Menge Fragen, zu denen die Öffentlichkeit zu Recht Antworten von Ökonomen einfordert, aber viel zu selten bekommt. Wir setzen uns den hohen Anspruch, das zu ändern. Wir wollen zu den ökonomischen Fragen, die die Menschen bewegen, Diskussionen anregen, Stellung beziehen und vor allem Lösungen anbieten, so Zweynert.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Joachim Zweynert, 02302 / 926-598, Joachim.Zweynert@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.800 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft. Weitere Informationen:http://www.uni-wh.de/wirtschaft/wittener-institut-fuer-institutionellen-wandel/
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