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Holger Hanselka: Die Universitäten arbeiten am Limit!

24.06.2014 - (idw) Karlsruher Institut für Technologie

Um ihren Forderungen in den laufenden Verhandlungen zum Solidarpakt III Nachdruck zu verleihen, protestieren die Studierenden aus Universitäten in Baden-Württemberg heute in der Landeshauptstadt. Sie fordern eine verbesserte Mittelausstattung eine notwendige Voraussetzung für gute Lernbedingungen an den Universitäten. Die Forderungen der Studierenden sind berechtigt, sagt der KIT-Präsident Professor Holger Hanselka. Die Universitäten in Baden-Württemberg arbeiten absolut am Limit! Ohne eine solide Grundfinanzierung können wir die jetzigen Angebote in Forschung und Lehre nicht mehr aufrecht erhalten - das muss allen Beteiligten klar sein. Die bevorstehende Neuordnung des BAföG werde die Länder entlasten, betont Hanselka. Vor allem stimme auch der letzte Woche vorgelegte Entwurf der Bundesregierung zur Abschaffung des Kooperationsverbotes zuversichtlich, sagt Hanselka. Die Politik hat erkannt, welch eminente Bedeutung die Bildung für die Zukunft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat. Auch seitens des Landes gebe es bei den aktuellen Verhandlungen zum Solidarpakt III positive Signale. Uns muss aber klar sein: Dies alles stellt bis dato keine Entwarnung dar. Bis heute ist nicht geklärt, wie die freiwerdenden BAföG-Mittel im Land verteilt werden, auch haben wir noch keine konkreten Zahlen zur Erhöhung der Grundfinanzierung, die die Universitäten dringend benötigen, betont Hanselka weiter. Unsere Forderungen sind sehr moderat drei Prozent Aufwuchs bei der Grundfinanzierung und einen Inflationsausgleich plus 1 Prozent auf die Sachausgaben. Dieser Bedarf gilt umso mehr, da die Studierendenzahlen im Gegensatz zu den Schülerzahlen stetig steigen. Neue Prognosen der Kultusministerkonferenz rechnen vor, dass wir in Baden-Württemberg sogar noch im Jahr 2023 höhere Anfängerzahlen haben werden als 2010. Alle Beteiligten in den Verhandlungen seien somit gefordert, verlässliche Rahmenbedingungen für die Universitäten und ihre Studierenden in Baden-Württemberg zu schaffen, sagt der KIT-Präsident.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung Lehre Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: http://www.kit.edu Anhang
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