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Promotion und Kinderversorgung unter einen Hut bringen

25.06.2014 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Materialwissenschaftlerin der Universität Jena erhält Stipendium zur Kinderbetreuung Es ist nicht ganz einfach, Studium oder Promotion mit der Betreuung kleiner Kinder unter einen Hut zu bringen. Um dies zu erleichtern, unterstützt die im Jahr 2004 gegründete Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung begabte junge Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Die Stiftung der Nobelpreisträgerin verschafft ihnen dadurch die für eine wissenschaftliche Karriere erforderliche Freiheit und Mobilität. Die Bayer-Stiftung beteiligt sich finanziell an diesem Talentförderprogramm der Christiane-Nüsslein-Volhard-Stiftung.

Im Rahmen dieser Kooperation ist jetzt Katharina Freiberg von der Universität Jena als erste Gewinnerin des gemeinsamen Stipendiums die Christiane-Nüsslein-Volhard-Urkunde überreicht worden. Die Doktorandin vom Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe hat sich als eine von zehn Kandidatinnen unter mehr als 80 Bewerberinnen durchgesetzt und erhält nun für zunächst ein Jahr eine monatliche finanzielle Unterstützung von 400 Euro.

Ich bin sehr froh, dass ich dieses Stipendium erhalten habe, sagt die 31-jährige Mutter zweier Kinder (7 und 4). Mit dem Stipendium finanziere ich eine Kinderbetreuung, die mir an zwei Tagen in der Woche die Nachmittage freihält. An diesen Tagen kann ich z. B. zeitaufwendige Versuche durchführen. Somit bedeutet für mich das Stipendium einen Zeitgewinn für meine wissenschaftliche Arbeit, erläutert Freiberg und ergänzt: Zudem kann ich die verbleibende Zeit mit meinen Kindern besser genießen. Durch das Stipendium habe ich außerdem die Möglichkeit, an den Netzwerken der CNV- sowie der Bayer-Stiftungen teilzuhaben.

Katharina Freiberg promoviert am Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität über Mechanismen und Kontrolle der Ionenfreisetzung aus Implantatlegierungen". Sie untersucht u. a., wie Ionen aus metallischen Implantaten in den Körper abgegeben werden, und ob man diese Freisetzung steuern kann.

Diese aufwendigen Untersuchungen kann sie nun noch besser durchführen. Denn trotz des sehr familienfreundlichen Arbeitsumfeldes am Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe ist die Zeit knapp, um zielstrebig meine Arbeit qualitativ hochwertig durchzuführen. Das geht nun besser dank des Stipendiums der CNV-Stiftung, freut sich die Nachwuchswissenschaftlerin.

Kontakt:
Katharina Freiberg, Prof. Dr. Markus Rettenmayr
Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Löbdergraben 32
07743 Jena
Tel.: 03641 / 947798, 03641 / 947790
E-Mail: katharina.freiberg[at]uni-jena.de, m.rettenmayr[at]uni-jena.de Weitere Informationen:http://www.uni-jena.de
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