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Podiumsdiskussion: Internet und Demokratie. Mehr und bessere Partizipation durch Neue Medien?

25.06.2014 - (idw) Bayerische Akademie der Wissenschaften

Verbessern die neuen Medien unsere politischen Mitwirkungsmöglichkeiten? Darüber diskutieren hochrangige Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik am Mittwoch, 2. Juli 2014 bei einer Podiumsdiskussion der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Internet, Smartphone und jeder kann jederzeit mitregieren. Dass das Internet nicht automatisch zu mehr Demokratie und Teilhabe führt, zeigen die Entwicklungen nach dem sogenannten arabischen Frühling und die NSA-Affäre. Tatsächlich bietet das Internet für die Demokratie im Allgemeinen und die politische Partizipation im Besonderen sowohl Möglichkeiten als auch Herausforderungen. Führt die leichtere Verfügbarkeit von Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zu besser informierten Bürgern? Unterstützt das Internet die Verbreitung der Demokratie, weil Autokratien das weltweit verfügbare Wissen nicht (mehr) kontrollieren können? Oder gibt es den Regimes neue Instrumente der Überwachung und der Beeinflussung an die Hand?

Es stellt sich auch die Frage, welche Perspektiven sich für das zivilgesellschaftliche Engagement durch das Internet ergeben. Wird politische Beteiligung durch neue Kommunikationskanäle und Vernetzungsmöglichkeiten (z. B. Twitter, Facebook) erleichtert? Oder führt die Internet-Partizipation zu neuen sozialen Ausschlüssen, weil online- bzw. offline-Partizipation unterschiedliche soziale Repräsentativität mit sich bringen? Neue internetbasierte Kontrollmechanismen (z. B. E-Petitionen) und Entwicklungen wie Wikileaks erhöhen möglicherweise die Transparenz und Partizipation. Zugleich entstehen durch das Internet aber neue (unsichtbare) Machtstrukturen, die die Demokratie auch negativ beeinflussen können (z. B. durch bestimmte Suchlogarithmen, technische Infrastruktur, etc.).

Die Podiumsdiskussion ist die erste Kooperationsveranstaltung zwischen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Die beiden Akademien fördern hiermit den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit.

Es diskutieren:
Prof. Dr. Michael Decker, Professor für Technikfolgenabschätzung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und seit 2004 stellvertretender Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Prof. Dr. Claudia Eckert, Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) in München, Professorin für IT-Sicherheit an der TU München und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie von acatech
Johannes Hintersberger, MdL, CSU-Bezirksvorsitzender, Mitglied des CSU-Parteivorstands und seit 2013 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
Dr. Wieland Holfelder, seit 2008 bei Google Germany GmbH Leiter des Google Entwicklungszentrums in München

Moderation:
Dr. Alexandra Borchardt, Chefin vom Dienst bei der Süddeutschen Zeitung

Podiumsdiskussion: Internet und Demokratie. Mehr und bessere Partizipation durch Neue Medien?
Termin: Mittwoch, 2. Juli 2014, 18:00 Uhr
Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11,
80539 München, Plenarsaal, 1. Stock.
Informationen und Programm: http://www.badw.de/aktuell
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Wenn Sie an einem Interviewtermin mit den Experten am Tag der Veranstaltung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist die größte und eine der ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Junges Kolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern. Anhang

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