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Vom UW/H-Seminar zur Ausstellung: Dortmunder U zeigt Video-Anleitungen aus dem Internet

27.06.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Ein Seminar der Universität Witten/Herdecke entwickelte mit dem Hartware Medien Kunst Verein die Idee, Video-Tutorials auszustellen Im Internet wimmelt es von kleinen Filmschnipseln, die einem bei jedem nur denkbaren Problem zeigen, wie es geht. Nun zeigt der Hartware Medien Kunst Verein (www.hmkv.de) in Zusammenarbeit mit PD Dr. Christian Grüny, Frederik Bury und Studierenden der Universität Witten/Herdecke im

Dortmunder U (Leonie-Reygers-Terrasse, www.dortmunder-u.de)
vom 5. Juli bis zum 31. August 2014

100 dieser Anleitungen. Von der Installation eines Druckertreibers zum Binden von Schnürsenkeln oder zum Schminken bis hin zum Bau von Waffen: Für fast alle Themen holt man sich heute Anleitungen und Hilfe aus dem Internet. Da wird gezeigt, wie man eine Bierflasche mit einem Stück Papier, eine Dose mit bloßen Händen oder ein Schloss mit einer Heftklammer öffnet, einen Fahrradschlauch ohne Flickzeug flickt, sein Haar in der Schwerelosigkeit oder seinen Hund in der Badewanne wäscht, wie man auf Finnisch zählt oder nichts zeichnet, wie man unbemerkt in der Öffentlichkeit pinkelt (How to piss in public), wie man einen achtteiligen Gesichtsschleier anlegt und mit einem solchen einen Hamburger isst, wie man Papst wird, auf hochhackigen Schuhen läuft oder mit einem Baseballschläger einen Kotflügel bördelt. Und auch die massenmedialen Vorgänger des DIY dürfen in so einer Ausstellung natürlich nicht fehlen: Der amerikanische Fernsehmaler Bob Ross und Jean Pütz aus der WDR-Hobbythek.

Auf allen Kanälen redet und quatscht es und es wird nützliches und weniger nützliches Wissen vermittelt. Die Machart der How-To-Videos reicht von Videos, die mit dem Smartphone gefilmt wurden bis hin zu semi-professionell produzierten Filmen, und sie umfassen nüchterne Darstellungen, ironische Brechungen, kleine Kunstwerke und vollkommenen Aberwitz. Die zentrale Frage, die sich anlässlich der Ausstellung stellt, ist dabei folgende: Warum machen so viele Menschen Video-Tutorials? Wie funktioniert die merkwürdig private Öffentlichkeit der Internet-Videos?

Die Ausstellung basiert auf einer Idee von Dr. Inke Arns (künstlerische Leiterin des HMKV) und entstand in Kooperation mit einem Seminar der Fakultät für Kulturreflexion der Universität Witten/Herdecke (Leitung: PD. Dr. Christian Grüny und Frederik Bury).

Die Studierenden bekamen hier die Gelegenheit, von der Konzeption über die Recherche bis hin zur Durchführung an einem Ausstellungsprojekt beteiligt zu sein, das noch dazu an einem der deutschlandweit wichtigen Orte für Medienkunst gezeigt wird. Diese Art von Kooperation ist zentral für unser Ausbildungskonzept, sagt Christian Grüny. Hier können die Studierenden hautnah miterleben und -gestalten, was Kulturreflexion und kulturelle Praxis für uns bedeutet. Die Video-Tutorials wurden zusammengestellt von Inke Arns, Sophia Bresch, Frederik Bury, Yoko Dupuis, Andrea Eichardt, Manischa Eichwalder, Anja Engst, Ulrike Euteneuer, Judith Funke, Mirjam Gaffran, Gamze Göksu, Christian Grüny, Paula Jäger, David Kempf, Christina Müer, Tilman Richter, Antonia Rohwetter, Chiara Schroer und Joëlle Warmbrunn.

Die Ausstellung wird am Freitag, dem 4. Juli 2014 um 19:00 Uhr eröffnet. Am folgenden Samstag, dem 5. Juli, laden die Ausstellungsmacher um 16:00 Uhr zu einem gemeinsamen Rundgang mit der Künstlerischen Leiterin des HMKV und den Studierenden ein. Sie werden Gelegenheit haben, kurz Stellung zum Video-Tutorial ihrer Wahl zu nehmen und Fragen der Gäste zu beantworten. Der Eintritt ist zur Ausstellung frei.

Weitere Informationen bei PD Dr. Christian Grüny, 02302/926-807 christian.grueny@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.800 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Über HMKV
Der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) in Dortmund versteht sich als Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer experimenteller (Medien-) Kunst. Medienkunst wird dabei als zeitgenössische Kunst verstanden, die sich inhaltlich und konzeptuell mit unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten und sich durch neue Medien und Technologien radikal verändernden Gegenwart auseinandersetzt. Der HMKV hat seit seiner Gründung im Jahr 1996 über siebzig Ausstellungen, Video-, Musik- und Performanceprogramme, Workshops, Vorträge, Tagungen und Konferenzen im In- und Ausland realisiert. Weitere Informationen:http://www.dortmunder-u.de/partner/hartware-medienkunstverein-hmkv

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