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Die Vergangenheit zum Leben erwecken

27.06.2014 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

21. Thüringer Schülerwettbewerb für Alte Sprachen findet am 30. Juni in der Universität Jena statt Nicht nur der Papst spricht regelmäßig Latein. Griechisch und Latein sind lebendiger als viele denken und werden an den Schulen gelehrt und fleißig gelernt, wie zahlreiche Schülerinnen und Schüler beweisen.

Diese Schüler waren eingeladen, sich am aktuellen Thüringer Schülerwettbewerb für Alte Sprachen zu beteiligen, dessen Finale am 30. Juni 2014 in der Friedrich-Schiller-Universität Jena stattfindet. Ausgerichtet vom Thüringer Altphilologen-Verband in Zusammenarbeit mit den Altertumswissenschaftlern der Universität treffen sich am Montag acht Schülerinnen und Schüler, um die Sieger im 21. Certamen Thuringiae, wie der Wettbewerb offiziell heißt, zu ermitteln.

Zuvor haben sich etwa 200 Schüler bereits im Klausurwettbewerb in der Übersetzung lateinischer oder griechischer Texte ausgezeichnet. In der zweiten Stufe mussten dann die ausgewählten 30 Teilnehmer beweisen, dass sie zu wissenschaftlicher Arbeit fähig sind. Mit Vorträgen zu spezifischen Themen aus Literatur, Wissenschaft und Geschichte der Antike stellten sie sich der Diskussion. Aus dieser Gruppe haben sich acht Schülerinnen und Schüler mit wissenschaftlichen Hausarbeiten zu den Rahmenthemen Mythen in Text und Bild, Gender und Rollenverhalten in der Antike, Was ist Glück? sowie Feste und Festkultur in der Antike für das Finale des Certamen Thuringiae qualifiziert.

Eine Jury aus Thüringer Altsprachenlehrern und Jenaer Altertumswissenschaftlern ermittelt nun am kommenden Montag zum 10. Mal die Preisträger. Für die Platzierten sind wertvolle Preise vorgesehen; dem Sieger bzw. der Siegerin winkt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Der Certamen Thuringiae

Der Thüringer Altsprachenwettbewerb ist im Jahr 1993/94 als integriertes Auswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes begründet worden und steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Altsprachenwettbewerbe gibt es in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen (Certamen Carolinum) und Rheinland-Pfalz (Certamen Rheno-Palatinum). Nach dem Thüringer Vorbild ist 1995/96 in Sachsen-Anhalt das Certamen Franckianum eingerichtet worden. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit der griechisch-römischen Antike, die als Anfangsphase der europäischen Kultur mit ihrer Philosophie und Wissenschaft, mit ihrer Kunst und Literatur, mit ihrer differenzierten Staatlichkeit und demokratischen Tradition von eminenter Bedeutung ist und tiefe Spuren im Bewusstsein und in der heutigen Gestalt Europas hinterlassen hat. Diese Spuren sichtbar und für die Gegenwart fruchtbar zu machen, ist das Anliegen des Certamen Thuringiae.

Zu diesem Zwecke findet am 30. Juni 2014 im Senatssaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 1) in Anwesenheit von Minister Christoph Matschie die letzte und anspruchsvollste Stufe des 21. Thüringer Schülerwettbewerbs für Alte Sprachen statt.

Hinweis für die Redaktionen:

Vor der Veranstaltung, die um 10 Uhr eröffnet wird, oder in der Mittagspause (13-14 Uhr) steht Prof. Dr. Meinolf Vielberg, Lehrstuhlinhaber für Klassische Philologie der Universität Jena, für ein Gespräch über den Wettbewerb zur Verfügung. Auch Fotoaufnahmen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind in dieser Zeit möglich.

Kontakt:
Prof. Dr. Meinolf Vielberg
Institut für Altertumswissenschaften der Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944830
E-Mail: Meinolf.Vielberg[at]uni-jena.de Weitere Informationen:http://www.uni-jena.de
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