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Ergebnisse der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 27. Juni 2014

27.06.2014 - (idw) Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK)

Ergebnisse der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) am 27. Juni 2014

- GWK beschließt Zusammenführung von DZHW und iFQ

Die GWK hat heute beschlossen, das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissen-schaftsforschung (DZHW) in Hannover mit dem Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) in Berlin ab 2016 unter dem Dach des DZHW zusammenzuführen. Sie folgen damit einer Empfehlung des Wissenschaftsrates vom April dieses Jahres. Das DZHW wurde auf Beschluss der GWK im September 2013 aus der ehemaligen Abteilung Hochschulforschung der damaligen HIS GmbH gegründet. Das iFQ wird derzeit durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert und hat seinen Arbeitsschwerpunkt in der Wissenschaftsforschung. Ergänzend zur Zusammenführung der beiden Forschungseinrichtungen sieht die GWK vor, die gemeinsame Förderung des DZHW von knapp 3,5 Mio. Euro im Jahr 2015 nach der Zusammenführung um rund 2 Mio. Euro im Jahr 2016 zu erhöhen.

- Haushalte von MPG und DZHW:

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erhält 2015 eine gemeinsame Zuwendung von Bund und Ländern in Höhe von fast 1,6 Mrd. Euro. Damit wird auch die Grundfinanzierung der MPG entsprechend dem Pakt für Forschung und Innovation um fünf Prozent aufwachsen. Die MPG ist mit ihren rund 80 Forschungsinstituten und Forschungsstellen die wichtigste deutsche Organisation für die Grundlagenforschung außerhalb der Hochschulen.
Das erst im vergangenen Jahr in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufgenommene Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) wird im Jahr 2015 knapp 3,5 Mio. Euro erhalten.

- Förderung von Forschungsbauten und Großgeräten an Hochschulen:

Bis 2019 sollen weitere zwölf Forschungsbauten an Hochschulen mit einem Gesamtvolumen von knapp 411 Mio. Euro gefördert werden; eine Auflistung der neu in die Bund-Länder-Förderung aufgenommen Vorhaben ist dieser Pressemitteilung als Anlage beigefügt. Damit stellen Bund und Länder seit dem Start des Programms 2007 mehr als 3,1 Mrd. Euro für mittlerweile 112 Vorhaben bereit. Im Jahr 2015 beläuft sich die Fördersumme sowohl für die laufenden als auch für die heute neu in die Förderung aufge-nommenen Vorhaben auf rund 434 Mio. Euro. Neben den Forschungsbauten werden im kommenden Jahr auch Großgeräte mit knapp 162 Mio. Euro gefördert.

- Pakt für Forschung und Innovation:

Die GWK hat heute in ihrem jährlichen Monitoring des Paktes für Forschung und Innovation die aktuellen Fortschritte überprüft. Dabei zeigt sich, dass der Pakt mit seiner Kombination aus gemeinsamen forschungspolitischen Zielen, finanzieller Planungssicherheit und verbesserten Rahmenbedingungen die Wissenschaftslandschaft in Deutschland und damit die Basis für Innovationen deutlich stärkt. Die deutsche Wissen-schaft hat nicht zuletzt durch den Pakt für Forschung und Innovation ihre gute Positionierung im internationalen Wettbewerb gegen zunehmende Konkurrenz behaupten können. Der Monitoringbericht bestätigt erneut die nachhaltige Wirkung des Paktes als wirksames Instrument zur Leistungssteigerung für das deutsche Wissenschaftssystem erwiesen. Die bis 2015 angestrebten jährlichen Budgetsteigerungen von 5% bieten finanzielle Planungssicherheit; die geförderten Wissenschaftsorganisationen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft) werden dadurch in die Lage versetzt, langfristige Forschungsstrategien zu verfolgen und besondere Verantwortung für For-schungsinfrastrukturen wahrzunehmen.

Anlage zur Pressemitteilung vom 27. Juni 2014

Auflistung der für 2015 gemäß Artikel 91 b Abs. 1 Nr. 3 GG in die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern aufgenommenen Vorhaben

Hochschule Vorhabenbezeichnung
TH Aachen: Research Center for Digital Photonic Production - CDPP
FU Berlin: Tiermedizinisches Zentrum für Resistenzforschung (TZR)
U Bochum: Forschungsbau für molekulare Proteindiagnostik (ProDi)
TU Darmstadt: Center for IT-Security at TU Darmstadt
U Frankfurt: Höchstfeld-NMR-Spektroskopie zur Untersuchung akromolekularer Komplexe
U Gießen : Neubau Forschungsgebäude für das Center for Infection and Genomics of the Lung (CIGL)
U Hannover: Dynamik der Energiewandlung (DEW)
TU Kaiserslautern: Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE)

U Mainz: MOGON II
U Marburg: Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO)
U Münster: Multiscale Imaging Centre (MIC)
U Ulm: Forschungsbau Zentrum für Quanten-Biowissenschaften ZQB

Eine Übersicht der seit 2007 in die gemeinsame Förderung aufgenommenen Vorhaben kann unter http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/Liste_Bauvorhaben.pdf abgerufen werden. Weitere Informationen:http://www.gwk-bonn.de
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