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Ein guter Tag für die Forschung zu kindlichem Lernen

30.06.2014 - (idw) Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Ab 1. Juli 2014 ist das LOEWE-Zentrum IDeA dauerhaft am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) verankert. Im Rahmen eines Festakts in Frankfurt betonen Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein und der Sprecher des Zentrums Marcus Hasselhorn die Bedeutung der wissenschaftlichen Arbeiten von IDeA. Frankfurt am Main bleibt dauerhaft ein Zentrum für Forschung zu individueller kindlicher Entwicklung und zu adaptiver Unterrichtsgestaltung. Das interdisziplinäre Forschungszentrum Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk (IDeA) wird am 1. Juli 2014 am dort ansässigen Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) verstetigt. IDeA wurde 2008 im Rahmen der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) vom DIPF, der Goethe-Universität Frankfurt und dem Sigmund-Freud-Institut gegründet. Es wird nun, nach Abschluss der LOEWE-Finanzierung durch das Land Hessen, auf Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern dauerhaft in den Gesamthaushalt des DIPF integriert. Das DIPF begeht die IDeA-Verstetigung heute mit einem Festakt, Gratulationen und Grußworte kommen unter anderem von Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein, Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, und von Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Sprecher des IDeA-Zentrums und zugleich Geschäftsführender Direktor des DIPF.

Die Entscheidung zur Verstetigung des LOEWE-Zentrums IDeA dokumentiert die Stärke des Forschungsstandorts Hessen. Es freut mich außerordentlich, dass das LOEWE-Programm die entscheidenden Impulse für den Aufbau und die dauerhafte Niederlassung des IDeA-Zentrums in Hessen gegeben hat, so Wissenschaftsminister Boris Rhein. Jetzt verfüge Frankfurt über eine vorbildliche Forschungsinfrastruktur, die es ermögliche, auch künftig wichtige Forschungsvorhaben zur individuellen Entwicklung und adaptiven Lernförderung von Kindern zu bearbeiten, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein. Die insgesamt rund 26 Millionen Euro, die die hessische Landesregierung im Zeitraum von 2008 bis 2014 in das LOEWE-Zentrum IDeA investiert, sind gut angelegt. Mit unserem gezielten finanziellen Engagement in Ausbildung, Forschung und Entwicklung stärken wir den Wissenschafts- und Forschungsstandort Hessen für alle anstehenden Herausforderungen der Zukunft, hebt der Wissenschaftsminister Boris Rhein hervor.

Das ist ein guter Tag für die Forschung zu kindlichem Lernen, betont Prof. Dr. Marcus Hasselhorn. Der Bildungsforscher des DIPF ergänzt: Dank der LOEWE-Finanzierung konnten wir in den vergangenen Jahren bereits wichtige wissenschaftliche Arbeiten voranbringen. Angesichts der wachsenden Bedeutung früher Bildung besteht nach wie vor ein hoher Bedarf an Forschung, um die Lernchancen von Kindern zu optimieren. Am IDeA-Zentrum erforschen inzwischen über 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom DIPF, der Goethe-Universität und dem Sigmund-Freud-Institut die individuellen Entwicklungsprozesse von Kindern im Alter bis zu zwölf Jahren und entwickeln Ansätze zu deren Lernförderung. Das besondere Interesse gilt Kindern mit erhöhtem Risiko für eine beeinträchtigte Entwicklung schulischer Fertigkeiten zum Beispiel aufgrund von Lernstörungen oder sozialen Einflüssen.

Die Forscherinnen und Forscher des Zentrums verbinden das Fachwissen zahlreicher Disziplinen. Dazu gehören Psychologie und Psychoanalyse, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken, Soziologie, Psycholinguistik und Neurowissenschaften. Der innovative Ansatz des Zentrums ist die Kombination aus langfristigen Projekten, die die Entwicklung der Kinder über mehrere Jahre begleiten, und fokussierten experimentellen Studien, die die Wirksamkeit pädagogischer Methoden im Unterricht überprüfen. Dabei werden vielfältige Methoden eingesetzt, zum Beispiel Verhaltensbeobachtungen, Befragungen und Leistungstests sowie moderne Verfahren aus den Neurowissenschaften. Dank der Verstetigung der Forschungsinfrastruktur können wir nun dauerhaft mit allen drei Partnerinstitutionen Drittmittel akquirieren, um diese Forschung weiterzuführen, so Hasselhorn.

Weitere Informationen: www.idea-frankfurt.eu

Pressekontakt
HMWK: Mark Kohlbecher, +49 (0)611 32 3230, pressestelle@hmwk.hessen.de
DIPF: Philip Stirm, +49 (0)69 24708 123, stirm@dipf.de

Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) unterstützt Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis im Bildungsbereich durch Forschung und wissenschaftliche Infrastrukturangebote. Forschungsschwerpunkte sind die Struktur und die Steuerung des Bildungswesens, die Qualität und die Wirkung von Bildungsprozessen, die individuelle Entwicklung in Bildungskontexten, Möglichkeiten der Bildungsinformation und die Bildungsgeschichte. Zu den wissenschaftlichen Infrastrukturangeboten des Instituts zählen Online-Informationssysteme wie der Deutsche Bildungsserver, das Bereitstellen von Forschungsdaten und -literatur sowie die Koordination und Beratung von Forschungsverbünden. Das DIPF ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Weitere Informationen:http://www.idea-frankfurt.eu

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