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Adipositas erfolgreich behandeln in der Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin (BDEM)-Tagung DGEM,VDOE

30.06.2014 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.

Die Ergebnisse der Adipositas-Therapie sind nach wie vor unbefriedigend. Von einzelnen erfolgreichen Therapieprogrammen abgesehen fehlt eine flächendeckende Versorgung adipöser Patienten in der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit sind etwa 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung übergewichtig oder adipös. Rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland weist eine Adipositas mit einem Body Maß Index (BMI) 30 bis 40 kg/(m)2 auf. Etwa ein Prozent der Bevölkerung haben einen BMI von größer als 40 kg/(m)2. Übergewicht und Adipositas sind der direkte Einstieg in das metabolische Syndrom und mit der koronaren Herzerkrankung, Schlaganfall, Krebserkrankungen und degenerativen Gelenkerkrankungen eng assoziiert, sagt Prof. Dr. Johannes Georg Wechsler, Kongresspräsident und Präsident Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM e.V) anlässlich der Tagung Ernährung 2014 in Ludwigsburg, die von DGEM, BDEM und VDOE organisiert wurde. Der BDEM wolle eine breite Versorgung übergewichtiger und adipöser Patienten in der Praxis niedergelassener Ärzte erreichen. Verschiedene Projekte des BDEM wurden entwickelt und in der Praxis eingesetzt. Ein Kernprojekt des BDEM ist die Schwerpunktpraxis für Ernährungsmedizin (SPEM), in der kompetent, leitlinienorientiert und zertifiziert ernährungsabhängige Erkrankungen, insbesondere die Adipositas behandelt werden. Weitere Informationen unter www.bdem.de

Da Adipositas-Therapie strukturiert und in Gruppen erfolgreicher ist als eine Individualtherapie, wurde gemeinsam mit dem Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V. (VDD) ein multimodales Therapiekonzept DOCWEIGHT entwickelt. Dieses Programm ist ebenfalls interdisziplinär angelegt, leitlinienorientiert und zertifiziert. Erste Ergebnisse des DOCWEIGHT-Programms sind sehr vielversprechend. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen erfolgt bisher auf Einzelfallantrag. Eine generelle Kostenübernahme ist bei den Krankenkassen beantragt.

Zunehmend werden in Deutschland Patienten mit Adipositas bariatrisch-chirurgisch (Teilgebiet der Chirurgie, das sich mit Eingriffen befasst, die das Körpergewicht reduzieren sollen) versorgt. Der BDEM hat hier ein bariatrisch-multimodales Interventionskonzept entwickelt (B.M.I.), das die Langzeitversorgung operierter Patienten gewährleistet.

Erfolgreiche Adipositas-Therapie muss langfristig und interdisziplinär angelegt sein. Zur besseren Versorgung adipöser Patienten wurde gemeinsam ein Netzwerk von Psychologen, Physiotherapeuten, Ernährungsmedizinern und Diätassistenten als Deutsches Netzwerk Adipositas (D.N.A.) gegründet.


Kontakt:

Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Johannes Georg Wechsler

Arzt für Innere Medizin
Gastroenterologie ambulante Endoskopie
Ernährungsmedizin Sonographie Stufe III
Präsident Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM e.V.)
Palestrinastraße 15
80639 München
Tel.: 089-1711166
info@jgwechsler.de Weitere Informationen:http://www.dgem.de
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