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International renommierte Phagenforscherin Prof. Elizabeth Kutter zu Gast an der DSMZ

01.07.2014 - (idw) Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Einladung zum Gastvortrag am 8. Juli 2014

Die renommierte Phagenforscherin Prof. Elizabeth Betty Kutter vom Evergreen State College, Olympia, USA, wird am 8. Juli 2014, das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig besuchen und einen Gastvortrag halten. Prof. Kutter erforscht seit über 50 Jahren Phagen und hat sehr viel für die Entwicklung der Phagen-Forschung geleistet. Phagen sind Viren, die spezifisch Bakterien töten und daher geeignet sind, multiresistente bakterielle Krankheitserreger zu bekämpfen. Prof. Betty Kutter tritt gerade auch in Zeiten der Antibiotika-Krise, wobei mittlerweile 50-60% der Krankenhausinfektionen durch multiresistente Bakterien verursacht sind, weiterhin engagiert für diese medizinisch hochrelevante Forschung ein. Ihr intensivst beforschter Phage ist der Phage T4.

Bei ihrem Aufenthalt am Leibniz-Institut DSMZ wird sich die Wissenschaftlerin über den aktuellen Stand der Phagenforschung und den Aufbau der Therapie-Phagenbank an der DSMZ bei den Experten PD Dr. Hans-Peter Klenk, Leiter der Abteilung Mikroorganismen und Dr. Christine Rohde, Leiterin der Arbeitsgruppe Phagen und Plasmide, informieren. Nicht nur an der DSMZ hat sich ein Standort für anwendungsorientierte Erforschung von Phagen entwickelt, sondern seit vielen Jahren und mit diversen Themen auch an der Mikrobiologie der TU Braunschweig. Das Hauptanliegen an der DSMZ ist der Aufbau einer substanziell großen Sammlung von Phagen gegen eine breite Diversität bakterieller Krankheitserreger als Ressource für Wissenschaft und Anwendung.

Am Dienstag, dem 08. Juli 2014, wird Prof. Betty Kutter einen öffentlichen Vortrag zum Thema Characterization and implementation of bacteriophages as natural, self-replicating and self-limiting antimicrobials halten, in dem sie den aktuellen Stand der Anwendung von Phagen gegen bakterielle Krankheitserreger darstellt. Der Vortrag findet von 09:30 bis 10:30 Uhr (inkl. Diskussion) im Forum-Gebäude des HZI, Saal X0.13. statt.

Gäste sind herzlich eingeladen. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit für ein Interview mit Prof. Betty Kutter.

Über Prof. Elizabeth Kutter:

Weitere Informationen zur Phagenbiologie, Phagentherapie und den Forschungsarbeiten von Prof. Betty Kutter sind unter dem folgenden Link zu finden: http://blogs.evergreen.edu/phage/about/. Prof. Elizabeth Kutter, nun fast 75jährig, studierte und promovierte an der Univ. of Washington, Seattle und der Univ. of Rochester, New York und ist Chair der Phagebiotics Research Foundation. Am NIH war Prof. Kutter fünf Jahre beratend im Recombinant DNA Advisory Committee tätig. Seit 1972 leitet sie die Phagenforschung in Evergreen. Sie lernte 1990 in einem Aufenthalt am Eliava-Institut, Tiflis, Georgien, das Potenzial der Phagentherapie in der Humanmedizin kennen und fördert unermüdlich internationale Kontakte auf dem Gebiet der anwendungsorientierten Phagenforschung. Durch tiefes Verständnis der Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Planet Erde unterstützt Prof. Kutter die Earthfire vision. Prof. Kutter war schon als Austauschschülerin ein Jahr am Braunschweiger Gymnasium Kleine Burg und hat sehr gute Erinnerungen an den Aufenthalt in Braunschweig. Sie spricht gut deutsch.

Wissenschaftliche DSMZ-Ansprechpartnerin für Interviews:
Dr. Christine Rohde (christine.rohde@dsmz.de, Tel. 0531-2616-220)

Hinweise für die Medien:
Sie finden diese Pressemitteilung und ein Pressefoto auf unserer Internetseite www.dsmz.de oder direkt unter http://www.dsmz.de/home/details/entry/international-renomm.html.

Pressekontakt:

Susanne Thiele
Leiterin Presse und Kommunikation
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
Deutschland / Germany
Tel. ++49531-2616-300
Fax ++49531-2616-418
susanne.thiele@dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZDeutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und mit seinen umfangreichen wissenschaftlichen Services und einem breiten Spektrum an biologischen Materialien seit Jahrzehnten weltweiter Partner für Forschung und Industrie. Als einem der größten biologischen Ressourcenzentren seiner Art wurde der DSMZ die Übereinstimmung mit dem weltweit gültigen Qualitätsstandard ISO 9001:2008 bestätigt. Als Patenthinterlegungsstelle bietet die DSMZ die bundesweit einzigartige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags aufzunehmen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die sammlungsbezogene Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Die Sammlung mit Sitz in Braunschweig existiert seit 42 Jahren und beherbergt mehr als 48.000 Kulturen und Biomaterialien. Die DSMZ ist die vielfältigste Sammlung weltweit: neben Pilzen, Hefen, Bakterien und Archaea werden dort auch menschliche und tierische Zellkulturen sowie Pflanzenviren und pflanzliche Zellkulturen erforscht und archiviert. www.dsmz.de

Leibniz Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Wissenschaftscampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen:http://www.dsmz.de

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