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Grenzüberschreitendes Masterstudium Physik: Studenten können aus drei Ländern auswählen

02.07.2014 - (idw) Universität des Saarlandes

Zum kommenden Wintersemester bietet die Universität des Saarlandes zusammen mit den Universitäten in Lothringen und Luxemburg erstmals einen gemeinsamen Masterstudiengang in Physik an. Studenten können dabei zwei der drei Partneruniversitäten für ihr Studium auswählen und so grenzüberschreitend eigene Forschungsschwerpunkte setzen. Darüber hinaus erhalten sie Einblick in andere Wissenschaftskulturen und vertiefen ihre Fremdsprachenkenntnisse. Wer sich für das neue Studienprogramm interessiert, kann sich noch bis zum 30. September an der Saar-Uni bewerben. Studenten haben bei dem viersemestrigen Studiengang die freie Wahl: Sie können selber entscheiden, an welcher von zwei der drei Partneruniversitäten sie studieren wollen. Auf diese Weise können sie eigene Forschungsschwerpunkte setzen, sagt Physik-Professor Christian Wagner, der den Studiengang in Saarbrücken koordiniert. Hier in Saarbrücken stehen zum Beispiel die Physik biologischer Systeme und die Quantenphysik im Fokus unserer Arbeit. An der Université de Lorraine beschäftigen sich die Physiker unter anderem mit Plasma- und Nanophysik, wohingegen die Forscher in Luxemburg zum Beispiel an neuartigen Materialien für die Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie arbeiten. Der Masterstudiengang ist stark forschungsorientiert ausgerichtet, so Wagner weiter. Studenten lernen die wissenschaftliche Arbeit im Labor somit schon früh kennen.

Wer sich für den Masterstudiengang interessiert, sollte einen Bachelorabschluss in Physik oder einem ähnlichen Fach mitbringen. Sehr gute Französischkenntnisse sind darüber hinaus Voraussetzung, um den Vorlesungen und Seminaren im lothringischen Nancy folgen zu können. Für den Unterricht in Luxemburg sollten hingegen gute Englischkenntnisse vorhanden sein.

Nach der Masterarbeit erhalten die Studenten von beiden Universitäten, an denen sie studiert haben, einen Doppelabschluss. Absolventen des Studiengangs haben nicht nur Fachwissen vorzuweisen, sie punkten auch mit Fremdsprachenkenntnissen und interkulturellen Kompetenzen. Daher haben sie sehr gute Aussichten auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Sie arbeiten unter anderem in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Industrie. Zudem sind die Physiker gefragte Experten an Universitäten, Forschungsinstituten und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Interessierte können sich noch bis zum 30. September an der Universität des Saarlandes bewerben.

Der Masterstudiengang wird von der Universität der Großregion angeboten. An dem Netzwerk sind neben der Universität des Saarlandes die Hochschulen aus Lüttich, Luxemburg, Lothringen, Kaiserslautern und Trier beteiligt. Der Verbund ermöglicht es Studenten und Wissenschaftlern, grenzüberschreitend zu studieren und zu forschen.

Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Christian Wagner
Experimentalphysik
Tel.: 0681 302-3003 oder -2416
E-Mail: c.wagner(at)mx.uni-saarland.de

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung mit Direktanwahl oder über ARD-Sternpunkt 106813020001). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681 302-2601) richten.
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