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KatHO NRW: Neuer Masterstudiengang Theologische Bildung

02.07.2014 - (idw) Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Die Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der kirchlichen Seelsorge und der Glaubensbezeugung sind gewachsen. Sei es, aufgrund der zunehmenden sozialen Ungleichheit in der Gesellschaft oder aufgrund neuer, komplexer Strukturen in der Seelsorge. Um ihnen eine Möglichkeit zu geben, sich entsprechend weiterzuqualifizieren, bietet die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen ab 2015 in Paderborn den neuen, berufsbegleitenden Masterstudiengang Theologische Bildung an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden müssen zum Beispiel heute verstärkt ehrenamtliche Mitarbeiter aus- und weiterbilden. Sie sollen gesellschaftliche und kirchliche Entwicklungen fachlich beurteilen und sie sind gefordert, zukunftsorientierte Wege des kirchlichen Lebens zu finden, beschreibt Studiengangsleiter Prof. Dr. Kai Gallus Sander einige der Qualifikationen, die heute nötig und wichtig sind. Darauf möchte der neue Masterstudiengang unter anderem vorbereiten.

Der Studiengang richtet sich an GemeindereferentInnen und SozialarbeiterInnen sowie pädagogische Fachkräfte, die in der Seelsorge und kirchlichen Bildungsarbeit Aufgaben in der Planung, Begleitung, Durchfüh¬rung und Evaluation übernehmen. Er vermittelt fachliche, methodische, soziale und spirituelle Kompetenzen, die in verschiedenen Arbeitsfeldern und Aufgabenbereichen der kirchlichen Arbeit erforderlich sind.

Die Studierenden lernen neue Ansätze zur Interpretation von Glaubensaussagen und Bibeltexten kennen, die zum Beispiel die Gender-Perspektive oder ökologische Fragen berücksichtigen, beschreibt Prof. Dr. Sander einige Studieninhalte. Neben diesem theologischen Fachwissen zeichnet sich das Studium vor allem durch seinen Praxisbezug bzw. seine handlungswissenschaftliche Orientierung aus: Die Studierenden lernen, Praxissituationen aus ihrem konkreten beruflichen Handeln zu reflektieren und sie in Beziehung zu theologischen Aspekten und Normen zu setzen. Ein Beispiel: Konkrete Fragen, wie zum Beispiel Was kann eine christliche Gemeinde tun, wenn sie sonntags keinen Priester findet?, lernen die Studierenden zu beantworten, indem sie beispielsweise die Geschichte der Entwicklung der Pfarrseelsorge anschauen oder recherchieren, wie Gemeinden in anderen Ländern damit umgehen.

Die Zusammenarbeit von GemeindereferentInnen und SozialarbeiterInnen fördert die Kooperationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zum Per¬spektivwechsel beider Berufsgruppen. Die zahlreichen individuell gestaltbaren Wahlangebote lassen zudem eine passgenaue Zuordnung zu den jeweiligen beruflichen Anforderungen zu und fördern die Entwicklung einer neuen beruflichen Identität und Spiritualität.

Bewerbungen für den Studienbeginn im März 2015 sind ab sofort bis zum Ende Oktober 2014 möglich. Weitere Informationen beispielsweise zu Kosten, Bewerbungsvoraussetzungen sowie ausführlichere Informationen zu den Studieninhalten finden Sie im Internet unter www.master-theologische-bildung.de.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Kai Gallus Sander (Studiengangsleiter), kg.sander@katho-nrw.de
Professorin Dr. Christiane Koch (Dekanin), c.koch@katho-nrw.de

Redaktion: Julia Uehren, Tel. 0221/7757-508, presse@katho-nrw.de Weitere Informationen:http://www.master-theologische-bildung.de
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