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Prof. Katja Becker zur DFG-Vizepräsidentin gewählt

02.07.2014 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Gießener Biochemikerin und Medizinerin gehört ab sofort dem Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an Nachfolge von Prof. Dr. Ferdi Schüth Die Biochemikerin und Medizinerin Prof. Dr. Katja Becker, Justus-Liebig-Universität Gießen, gehört ab 2. Juli 2014 als Vizepräsidentin dem Präsidium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. Die Gießener Wissenschaftlerin wurde auf der DFG-Mitgliederversammlung im Festsaal auf dem Campus Westend der Goethe-Universität in Frankfurt zur Vizepräsidentin von Deutschlands zentraler Forschungsförderorganisation gewählt und tritt damit die Nachfolge des Chemikers Prof. Dr. Ferdi Schüth, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, Mülheim an der Ruhr, an.

Prof. Becker bedankte sich nach der Wahl für das ihr entgegengebrachte Vertrauen: Ich freue mich sehr auf die Mitarbeit im Präsidium der DFG sowie auf die Zusammenarbeit mit den Mitgliederhochschulen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Aufgrund meines Forschungsgebietes und vieler langjähriger Kooperationen interessiere ich mich ganz besonders für die internationalen Beziehungen und Programme der DFG, freue mich aber grundsätzlich auf alle Aufgaben, die mit dem Amt verbunden sind.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee gratulierte Prof. Becker sehr herzlich: Prof. Becker ist eine herausragende Forscherin und Naturwissenschaftlerin, gleichzeitig aber eine engagierte Mitstreiterin im Dienste der Wissenschaft, was sie während ihrer Amtszeit als JLU-Vizepräsidentin von 2009 bis 2012 immer wieder unter Beweis gestellt hat. Es freut mich sehr, dass sie ihre herausragenden Kompetenzen nun auch im DFG-Präsidium einbringen kann.

Prof. Dr. Katja Becker, Professur für Biochemie und Molekularbiologie, ist seit dem Jahr 2000 Professorin am Interdisziplinären Forschungszentrum der Universität Gießen. Sie forscht unter anderem an der Rolle von oxidativem Stress und antioxidativen Schutzmechanismen in der Entstehung von Krankheiten sowie an der Entwicklung neuer Medikamente gegen Infektionserreger und Tumorzellen.

Katja Beckers wissenschaftliche Laufbahn begann an der Universität Heidelberg, wo sie nach ihrem Medizinstudium in medizinischer Biochemie promovierte; es folgten 1996 die Habilita¬tion für das Fach Biochemie und 1998 die Facharztprüfung Biochemie. Ihre Studien und For-schungsarbeiten führten sie für längere Aufenthalte an die Universitäten Oxford, Sydney und Basel, nach Afrika sowie an das Scripps Research Institute, La Jolla, CA, USA. Bevor Prof. Be¬cker einen Ruf an die JLU nach Gießen erhielt, war sie als Nachwuchsgruppenleiterin am Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg tätig.

Von Gießen aus koordiniert Prof. Becker ein Schwerpunktprogramm (SPP 1710) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur regulatorischen Funktion von Oxidantien mit 22 Standorten in Deutschland, den USA und den Niederlanden. Die Ergebnisse dieser Forschungen tragen dazu bei, das Verständnis zellulärer Regulationsmechanismen zu vertiefen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs- oder Infektionserkrankungen, aber beispielsweise auch für Anwendungen in der Biotechnologie. Seit 2009 ist Prof. Becker Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften.

Von 2009 bis 2012 war Prof. Becker JLU-Vizepräsidentin für Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Kontakt
Prof. Dr. Katja Becker
Interdisziplinäres Forschungszentrum (IFZ)
Heinrich-Buff-Ring 26-32; 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-39121
Fax: 0641 99-39129

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Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität, die mehr als 26.500 Studierende anzieht. Neben einem breiten Lehrangebot von den klassischen Naturwissenschaften über Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften bis hin zu Sprach- und Kulturwissenschaf¬ten bietet sie ein lebenswissenschaftliches Fächerspektrum, das nicht nur in Hessen einmalig ist: Human- und Veteri-närmedizin, Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Lebensmittelchemie. Unter den großen Persönlich-keiten, die an der JLU geforscht und gelehrt haben, befindet sich eine Reihe von Nobelpreisträgern, unter anderem Wilhelm Conrad Röntgen (Nobelpreis für Physik 1901) und Wangari Maathai (Friedensnobelpreis 2004). Seit 2006 wird die JLU sowohl in der ersten als auch in der zweiten Förderlinie der Exzellenzinitiative gefördert (Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System ECCPS; International Graduate Centre for the Study of Culture GCSC). Weitere Informationen:http://www.dfg.dehttp://www.uni-giessen.de/cms/beckerhttp://www.thiolswitches.de

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