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Informatik-Wissenstransfer aus Wildau für Universitäten und IT-Unternehmen in der Ukraine

04.07.2014 - (idw) Technische Hochschule Wildau [FH]

Seit Oktober 2012 unterstützt die Technische Hochschule Wildau in einem Modellprojekt im Rahmen des EU-Förderprogramms TEMPUS gemeinsam mit Partnern aus Ungarn, Österreich und Deutschland die Entwicklung und Implementierung praxisbezogener Ausbildungsabschnitte im Informatikstudium an vier Universitäten der Ukraine. Dabei geht es um den Aufbau von Agenturen, die als IT-(Outsourcing)Dienstleister über Praktikumsprojekte von Studierenden Entwicklungsarbeiten für ukrainische Unternehmen durchführen. Ziele sind die Förderung praktischer Erfahrungen und der frühzeitige Aufbau von Industriekontakten der ukrainischen Informatikstudierenden, um ihnen damit den späteren Berufseinstieg zu erleichtern. Mit einer Summer-School, die wegen der schwierigen Sicherheitslage in der Ukraine in diesem Jahr im Online-Verbund zwischen der Nationalen Polytechnischen Universität Odessa und mitteleuropäischen Partnerhochschulen stattfindet, geht das Projekt jetzt in eine nächste Phase. Vom 7. Juli bis 11. Juli 2014 werden Vorlesungen und Übungen live via Internet angeboten. Fachliche Schwerpunkte sind unter anderem die Projektplanung für das IT-Outsourcing von Unternehmen, Trends in der IT-Sicherheit, Internetprogrammierung und -werkzeuge, Internetmarketing und Anwendungsentwicklungen für Android-Smartphones.

In einem zweiten Teil können dann die ukrainischen Studierenden vom 12. Juli bis 19. Juli 2014 in der Ferienanlage Tschaika am Schwarzen Meer an der praktischen Umsetzung ihres in den Online-Lehrveranstaltungen erworbenen Wissens in einem Pilotvorhaben für die ukrainische Fitnessunternehmenskette Malibu-Sport arbeiten. Dabei geht es um die Entwicklung von Webanwendungen für stationäre und mobile Endgeräte.

Zum Hintergrund:
Das EU-Projekt, das von Prof. Dr. Jörg Peter, TH-Vizepräsident für Grundsatzfragen und Internationale Beziehungen, und Prof. Dr. Nataliya Bilous, Staatliche Universität für Radioelektronik Kharkiv (NURE), initiiert wurde, hat eine Laufzeit von drei Jahren. Seit 2013 arbeiten Informatikstudenten der NURE, der Staatlichen Polytechnischen Universität Odessa, der Staatlichen Technologischen Universität Chernigiv und des Instituts für angewandte Systemanalyse der Nationalen Ukrainischen Technischen Universität Kiew am Aufbau der organisatorischen und IT-Infrastruktur sowie direkt an Entwicklungsthemen ukrainischer IT-Unternehmen mit. Die TH Wildau als Konsortialführer, die Óbuda University Budapest/Ungarn und die Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Österreich sowie die Stollmann Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Hamburg, bringen ihre langjährige Expertise bei der Vernetzung von akademischer Lehre und unternehmerischer Praxis ein. Projektleiter ist Prof. Dr. Günter-Ulrich Tolkiehn (TH Wildau), Fachgebiet Informations- und Kommunikationstechnik. Die im Projekt entwickelten IT-Outsourcing-Agenturen an den ukrainischen Partnerhochschulen sollen sich bei Erfolg nach Projektende aus den eigenen Einnahmen finanzieren können. Das Projekt ist offen für die Teilnahme weiterer ukrainischer Hochschulen. Weitere Informationen:http://www.th-wildau.de
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