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Stahl fliegt erstaunlich gut in der ÖVB-Arena

04.07.2014 - (idw) BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH

Bei dem 15. Bundesfinale Stahl fliegt hatten die Bremer Flieger aus Stahl die Nase vorn. Die vorderen Plätze gingen an Bremer Teams. Platz eins holte sich das Team des Bremer Instituts für Strukturmechanik und Produktionsanlagen (BIME) und Platz zwei ging an das Team des Bremer Instituts für angewandte Strahltechnik GmbH (BIAS). Platz drei belegte die Mannschaft der Universität Kassel II. Der Innovationspreis für einen neuen, mutigen Ansatz bei der Antriebstechnik ging an das Team der TU Darmstadt, die mit ihrem Stählernen Baron zwar nicht die besten Flugzeiten erreichten, aber mit einem Propellerantrieb das Lob der Jury einheimsten. Die 15. Ausgabe des Wettbewerbs für Studierende fand am vergangenen Donnerstag in der für Flugversuche idealen ÖVB-Arena statt. Ausrichter war das BIAS.
Unter den 14 Teams befanden sich gleich drei Mannschaften von jeweils vier Studierenden aus Bremen. Die jeweiligen Bremer Institute, für die die Mannschaften ins Rennen gingen, standen den Studierenden mit fachlichem Rat zur Seite. Team Bremen I ging mit Unterstützung der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), Team Bremen II für das BIAS und Team Bremen III für das BIME ins Rennen. Budget und weitere Unterstützung erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Verein der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA).
Rainer Salomon von der FOSTA ließ es sich nicht nehmen, den Gewinnern des Wettbewerbs Urkunde und Glückwünsche auszusprechen. Bei fünf Flugversuchen aus dem zweiten Rang der ÖVB-Arena (etwa10 Meter Abwurfhöhe) erreichte ihr Stahlflieger eine durchschnittliche Flugzeit von 22,9 Sekunden. Das Team des BIAS schaffte es ihr Fluggerät im Schnitt 19,45 Sekunden in der Luft zu halten. Leider landete unser Flieger beim ersten Versuch an der Wand, aber wir haben uns steigern können und sind nur knapp am Sieg vorbeigeflogen, sagte Marco Krüger, der zusammen mit Annika Bohlen, Hauke Hansen und Lukas Heinrich für das BIAS an den Start ging. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des BIAS, Heiko Brüning, unterstützte das Quartett mit fachlichem Rat. So ein Wettbewerb macht besonders Spaß, denn man kann den Verlauf der Flugzeugentwicklung, aber auch die Entwicklung der Studierenden beobachten und sich letztlich mit Gleichgesinnten messen, so Brüning. Des Weiteren wäre es gut, dass sich bei so einer Arbeit die zwei unterschiedlichen Studiengänge, Wirtschaftsingenieurwesen und Systemtechnik, miteinander verbinden ließen, meinte der Ingenieur.
Und beim Bau der Flieger galten strenge Regeln. Wie der Name der Veranstaltung schon vermuten lässt, durften die Flieger nur aus Stahl beziehungsweise aus jedem metallischen Werkstoff, der mehr als 70% Eisenanteil aufweist, bestehen. Um Abfluggewichte von unter 50 Gramm zu erreichen, bedienten sich die Wettbewerber dünner Stahlfolien. Magnete als Fügemittel waren erlaubt, Klebstoff also ein Kunststoff war nur zum Verbinden von Bauteilen und zu Reparaturzwecken gestattet. Zudem durfte der Flieger nicht größer als ein Kubikmeter und nicht schwerer als 400 Gramm sein. Ein halbes Jahr bauten die angehenden Ingenieure an ihren Fliegern. Wir haben nach den ganzen technischen Versuchen und Prototypen letztlich auf Leichtigkeit gesetzt und unseren Wettkampfflieger innerhalb einer Woche gebaut, erklärt Hauke Hansen vom Team BIAS.
Der Geschäftsführer des BIAS, Professor Dr. Frank Vollertsen, sieht den Wettbewerb als wichtige Entwicklungsmöglichkeit für die jungen Menschen: Teamwork ist ein Soft Skill, den man heute als Ingenieur benötigt und genau dies wird bei so einem Wettbewerb trainiert. Vollertsen saß zusammen mit den Kollegen Professor Dr. Hans-Werner Zoch und Professor Dr. Ekkard Brinksmeier vom IWT, Rainer Salomon von der FOSTA und Dirk Rosenstock vom Institut für Bildsame Formgebung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen in der Jury. Rosenstock war bereits das vierte Jahr in Folge der Bundeskoordinator des Wettbewerbs. Hier bekommen die Studierenden die Gelegenheit ein eigenes Projekt mit eigenem Budget zu realisieren und können sich kreativ entfalten, das gefällt mir sehr gut, sagte er.

Zur Information:
BIAS Bremer Institut für angewandte Strahltechnik
Wissen schafft Wirtschaft diesem Leitsatz folgend ist das BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH, ein kompetenter und verlässlicher Partner für Forschung und Entwicklung im Bereich der Lasertechnik. Mit den beiden Geschäftsbereichen Materialbearbeitung und Bearbeitungssysteme sowie Optische Messtechnik und optoelektronische Systeme entwickelt das Institut neue laserbasierte Technologien und Produkte. Das Kompetenzzentrum Centr-Al bietet zusätzlich eine einzigartige Expertise zu Fragen des Schweißens von Aluminiumlegierungen und anderen modernen Leichtbauwerkstoffen. Zu den Kunden des BIAS zählen unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Flugzeugbau, Raumfahrt, Schiffbau, Schienenfahrzeug- und Automobilbau, Halbleiter und Opto-Elektronik sowie Mess- und Prüftechnik.

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