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Niedersachsens Hochschulen bei Gleichstellung vorn

04.07.2014 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Alle Bewerbungen beim Professorinnenprogramm erfolgreich Niedersachsens Hochschulen engagieren sich vorbildlich für die Gleichstellung. In der zweiten Runde des Professorinnenprogramms waren sämtliche Bewerbungen erfolgreich. Insgesamt 19 von 20 Hochschulen aus Niedersachsen haben sich mit ihren Gleichstellungskonzepten im Professorinnenprogramm beworben, und alle sind positiv bewertet worden - in der ersten Runde waren es sieben, in der zweiten Runde zwölf.

Bundesweit haben sich insgesamt 206 Hochschulen beworben, davon sind 145 erfolgreich gewesen. Das entspricht 70,4 Prozent.
Das ist ein bundesweit herausragender Erfolg für die niedersächsischen Hochschulen, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljaji. Das gute Ergebnis zeigt, dass die niedersächsischen Hochschulen das Professorinnenprogramm annehmen und den Anteil von Frauen in der Professorenriege deutlich erhöhen. Mein Ziel ist es, künftig noch mehr gut ausgebildete und engagierte Wissenschaftlerinnen für Forschung und Lehre zu gewinnen.
Das Professorinnenprogramm sieht vor, dass die positiv bewerteten Hochschulen bei Erstberufungen von Wissenschaftlerinnen auf W2- und W3-Professuren für bis zu fünf Jahre eine Anschubfinanzierung von maximal 150.000 Euro jährlich erhalten können. Jede Hochschule kann maximal drei Anträge stellen. Bereits in der ersten Phase des Programms (von 2008 bis 2012) war Niedersachsen sehr erfolgreich. Alle niedersächsischen Hochschulen hatten sich beworben, und auch in dieser ersten Phase waren alle Bewerber mit ihren Gleichstellungskonzepten positiv bewertet worden. Insgesamt konnten so 37 Professorinnen gewonnen werden.
Bereits seit 20 Jahren hat die Gleichstellungsarbeit an niedersächsischen Hochschulen ein hohes Niveau. Niedersachsen hat frühzeitig erkannt, wie wichtig es ist, das vielversprechende Potenzial junger Wissenschaftlerinnen zu nutzen und im System zu halten, betont Ministerin Heinen-Kljaji. Ein Beispiel hierfür ist die Anfang Juni gestartete Dialoginitiative Geschlechtergerechte Hochschulkultur, in der die Landeshochschulkonferenz, die Landeskonferenz der niedersächsischen Hochschulfrauenbeauftragten und das Ministerium gemeinsam darauf hinarbeiten, die Geschlechtergerechtigkeit an den Hochschulen noch stärker zu verankern.
Im Hochschulentwicklungsvertrag haben die Hochschulen und das Ministerium vereinbart, weitere Schritte zu unternehmen, um Frauen auf ihrem wissenschaftlichen Karriereweg zu fördern und mehr Frauen in der Lehre einzusetzen. Der Frauenanteil bei den W3-Professuren liegt in Niedersachsen bei 19,4 Prozent, und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16,5 Prozent.

Folgende Hochschulen haben sich beworben:

Erste Runde:
TU Braunschweig, TU Clausthal, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Universität Hildesheim, Ostfalia.

Zweite Runde:
Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule Hannover, Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK), Jade-Hochschule Wilhelmshaven, Oldenburg, Elsfleth, Hochschule Osnabrück, Universität Göttingen, Universität Hannover, Universität Vechta, Universität Lüneburg.
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