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Pädagogische Hochschule Karlsruhe bei Professorinnenprogramm von Bund und Ländern erfolgreich

07.07.2014 - (idw) Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe war mit ihrem eingereichten Gleichstellungskonzept beim Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder erfolgreich. Das Konzept umfasst drei Handlungsfelder, die für eine Pädagogische Hochschule spezifisch sind und sie von anderen Hochschularten unterscheiden, nämlich die Attraktivität pädagogischer Berufe für (junge) Männer, Förderung von Frauen im MINT-Bereich und die Qualifizierung von pädagogisch Tätigen im Bereich der Genderkompetenz. Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe war mit ihrem eingereichten Gleichstellungskonzept beim Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder erfolgreich. Das Konzept umfasst drei Handlungsfelder, die für eine Pädagogische Hochschule spezifisch sind und sie von anderen Hochschularten unterscheiden:

- Die Hochschule wird ihre Bemühungen, pädagogische Berufe für (junge) Männer attraktiver zu machen, weiter verstärken. Insbesondere im Elementar- und Primarbereich sollen Männer in Zukunft keine Seltenheit sein.
- Gleichzeitig soll im MINT-Bereich der Anteil von Frauen nicht nur unter den Professoren, sondern besonders bei Promotionen und auch unter den Studierenden erhöht werden. Denn hier, im Gegensatz zu allen anderen Fächern, lassen sich auch an der PH Karlsruhe Effekte einer leaky pipeline feststellen, indem sich mit zunehmender Qualifikationsstufe immer weniger Frauen finden.
- Das dritte Handlungsfeld betrifft die für eine bildungswissenschaftliche Hochschule besondere Verantwortung für die Qualifizierung von pädagogisch Tätigen im Bereich der Genderkompetenz und für die damit in Zusammenhang stehende Forschung und Lehre.

Das Gleichstellungskonzept der PH Karlsruhe sieht unterschiedliche Strategien und Programme für diese drei Handlungsfelder vor. Dies überzeugte ein unabhängiges Expertengremium, wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am 4. Juli 2014 mitteilte.
Das Professorinnenprogramm gewährleistet die Finanzierung von erstberufenen Wissenschaftlerinnen auf unbefristeten W2- und W3-Professuren für bis zu fünf Jahre. Gleichzeitig werden durch das Programm die beschriebenen Gleichstellungsmaßnahmen an der Hochschule unterstützt. Nach der positiven Bewertung hat die PH Karlsruhe nun bis zum 31. Dezember 2015 Zeit, ihre Anträge einzureichen. Insgesamt stellen Bund und Länder 150 Millionen Euro für die ausgewählten 147 Hochschulen zur Verfügung.

Rektorin Christine Böckelmann freut sich über den Erfolg und betont: Die positive Beurteilung beweist uns, das die Pädagogische Hochschule Karlsruhe den richtigen Weg eingeschlagen hat. Wir müssen einerseits dafür sorgen, dass pädagogische Berufe für junge Männer weiterhin attraktiv bleiben und andererseits erreichen, dass im MINT-Bereich und in Führungspositionen der Anteil von Frauen deutlich steigt.

Ministerin Theresia Bauer äußert sich zufrieden über das Ergebnis in Baden-Württemberg, wo insgesamt acht Hochschulen erfolgreich waren: Gleichstellung ist der Landesregierung ein großes Anliegen, denn Fortschritte in diesem Bereich sind ein klares Qualitätsmerkmal. Das erfolgreiche Abschneiden der Hochschulen im Land zeigt, dass wir über überzeugende Konzepte verfügen. Besonders freut die Ministerin, dass in Baden-Württemberg sämtliche Hochschularten von dem Förderprogramm profitieren. Weitere Informationen:http://mwk.baden-wuerttemberg.de/uploads/media/061_PM_Professorinnenprogramm.pdfhttp://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2014-05.pdf
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