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Fortschritte im Kampf gegen den Lungenkrebs machen sich bemerkbar

07.07.2014 - (idw) Universitätsklinikum Frankfurt

Das Frankfurter Universitäre Lungenkrebszentrum nutzt Synergien zum Wohle der Patienten. Universitätsklinikum und St. Elisabethen-Krankenhaus haben sich in diesem Bereich zusammengeschlossen und wurden jetzt erstmalig gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Damit ist eines der zehn größten Lungenkrebszentren in Deutschland und das einzige zertifizierte Zentrum in Hessen entstanden. Im Frankfurter Universitären Lungenkrebszentrum arbeiten Kollegen aus dem Universitätsklinikum und dem St. Elisabethen-Krankenhaus zusammen. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat die gemeinsame Arbeit jetzt mit einem Zertifikat ausgezeichnet und damit bestätigt: In beiden Kliniken werden die Patienten nach einheitlichen Regeln und Leitlinien behandelt, die höchsten Ansprüchen genügen. Damit gehört Frankfurt nun auch offiziell zu den besten und größten Lungenkrebszentren Deutschlands und ist der einzige zertifizierte Standort in Hessen überhaupt.

Kampf gegen Krebstodesursache Nummer eins

Lungenkrebs ist immer noch die Krebstodesursache Nummer eins in Deutschland und anders als bei anderen Krebserkrankungen ist die ansteigende Tendenz ungebrochen. Optimale medizinische Resultate im Kampf gegen Lungenkrebs erreicht man nur durch die Behandlung nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und im Rahmen einer institutionalisierten Kooperation verschiedener Fachgebiete. Die Versorgung von Patienten mit einem Lungenkarzinom kann auf Spitzenniveau nicht mehr allein von einem Spezialisten sichergestellt werden, erklärt Prof. TOF Wagner, Leiter des Universitären Lungenkrebszentrums Frankfurt, sondern ist nur in einem multiprofessionellen und interdisziplinären Team zu gewährleisten. Das Zertifizierungssystem der Deutschen Krebsgesellschaft verfolgt das Ziel, genau diese Betreuung auf qualitativ höchstem Niveau in jeder Phase der Erkrankung zu sichern. Dafür müssen die Kliniken an einem Zertifizierungsverfahren teilnehmen und im Anschluss jährlich bei einer Begutachtung nachweisen, dass sie die fachlichen Anforderungen erfüllen und zudem über ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem verfügen.

Neuste Technik für eine schonende Behandlung

Im Universitären Lungenkrebszentrum stehen an beiden Kliniken die neuesten Diagnostik- und Therapieverfahren zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem das Da-Vinci-Operationssystem, mit dem Prof. Peter Kleine, Leiter der Thoraxchirurgie an beiden Standorten, große Operationen minimalinvasiv durchführen kann. Mit der Technologie arbeitet der Chirurg über Roboterarme durch kleine Hautschnitte. Das neue Verfahren wird ermöglicht durch technologische Fortschritte wie 3D-HD-Videoübertragung und durch spezielle Instrumente, die eine größere Bewegungsfreiheit erlauben als das menschliche Handgelenk. Das Gerät macht aber nicht die Operation, betont der Spezialist für minimalinvasive Eingriffe. Das System hilft mir, mit kleinerem Schnitt und weniger Belastung für den Patienten zu operieren. Damit kann er schneller wieder auf die Beine und nach Hause kommen oder die oft notwendige anschließende Chemotherapie erhalten.

Fast Track zur Behandlung

Geschwindigkeit in der Organisation und Abwicklung von Diagnostik und Therapie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Prof. Joachim Bargon, Ärztlicher Direktor des St. Elisabethen-Krankenhauses und Leiter des dortigen Lungenzentrums, erläutert: Unsere Patienten, die mit der Verdachtsdiagnose Lungenkrebs zu uns kommen, wollen rasch wissen, wie es weitergeht, und nicht lange warten, bis endlich etwas passiert. Deshalb haben wir uns die schnellstmögliche Diagnostik auf die Fahnen geschrieben. In einem als Fast-Track-Programm bezeichneten Verfahren werden an beiden Standorten in kürzester Zeit alle diagnostischen Schritte gemäß nationalen und internationalen Leitlinien realisiert und dann auf einer gemeinsamen Konferenz mit allen relevanten Fachdisziplinen das weitere Vorgehen beschlossen. Noch am gleichen Tag erhalten der Patient und sein überweisender Arzt den Bericht mit der Therapieempfehlung. Damit kann die weitere Behandlung schnellstmöglich starten und lebenswichtige Zeit gespart werden.

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