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Buyouts aus Familienunternehmen

09.07.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Familienunternehmen können auch ohne Nachfolger den Generationswechsel erfolgreich überleben Fehlt in der Unternehmerfamilie der Nachfolger, werden die Familienunternehmen oft von Angestellten oder externen Managern übernommen. Diese sog. Buyouts untersucht Thomas Götzen im 15. Band der Schriftenreihe zu Familienunternehmen, den das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) jetzt veröffentlicht hat. Sein Titel: Buyouts aus Familienunternehmen Corporate Governance, strategischer Wandel und Wachstum. Die Ergebnisse zeigen, wie die Übertragung von Eigentum und Führung auf Nicht-Familienmitglieder einen strategischen Wandel auslösen und das Wachstum des Familienunternehmens beeinflussen können.

Nachfolge ist fraglos das kritische Thema in Familienunternehmen und wenn der Nachfolger fehlt und das Problem über einen Buyout gelöst wird, bedeutet dies einen dramatischen Wandel für das ganze Unternehmen, so Prof. Dr. Arist von Schlippe, akademischer Direktor des WIFU, der das Vorwort zum 15. Band verfasst hat. Es ist Dr. Götzens großer Verdienst, diese Prozesse untersucht zu haben. Er hilft, die Vorgänge zu entdramatisieren, nimmt ihnen die bedrohliche Qualität und zeigt, dass Familienunternehmen auch nach einem Buyout viel von ihrer Kultur beibehalten können.

Ziel vieler Unternehmerfamilien ist es, ihr Unternehmen über Generationen zu erhalten. Die Übertragung von Eigentum und Führung von einer Generation zur nächsten bedeuten Kontinuität und sollen die Zukunft sichern. Doch eben hierin besteht ein Paradox. Das Ziel der Langlebigkeit ist genau durch jenen Prozess gefährdet, der für die Langlebigkeit unausweichlich ist: die Nachfolge. Auf der einen Seite erfahren Unternehmen durch die Nachfolge Stabilität. Auf der anderen Seite kann die Weiterführung der bisherigen Strategie das Bestehen von Familienunternehmen bedrohen.

Das WIFU beschäftigt sich seit über fünfzehn Jahren mit den Besonderheiten von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Da diese Unternehmensform ebenso spannend wie komplex ist, nimmt der Umfang der hierzu herausgegebenen Veröffentlichungen in den letzten Jahren immer stärker zu. Die seit 2009 erscheinende WIFU-Schriftenreihe soll es ermöglichen, einzelne Themenkomplexe in dem erforderlichen und angemessenen Umfang zu veröffentlichen, ohne dabei Praxisnähe und Verständlichkeit aus den Augen zu verlieren.

Der 15. Band der Schriftenreihe ist im Vandenhoeck & Ruprecht Verlag erschienen und über dessen Homepage sowie im gut sortierten Buchhandel erhältlich. http://www.v-r.de/de/title-0-0/buyouts_aus_familienunternehmen-1011948/

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.wifu.de/ oder von Meike Hentschel (meike.hentschel@uni-wh.de, +49 (0) 2302 / 926-515).

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.800 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten Herdecke ist in Deutschland der Pionier und Wegweiser akademischer Forschung und Lehre zu Besonderheiten von Familienunternehmen. Drei Forschungs- und Lehrbereiche - Betriebswirtschaftslehre, Psychologie/Soziologie und Rechtswissenschaften - bilden das wissenschaftliche Spiegelbild der Gestalt von Familienunternehmen. Dadurch hat sich das WIFU eine einzigartige Expertise im Bereich Familienunternehmen erarbeitet. Seit 2004 ermöglichen die Institutsträger, ein exklusiver Kreis von über 60 Familienunternehmen, dass das WIFU auf Augenhöhe als Institut von Familienunternehmen für Familienunternehmen agieren kann. Mit aktuell 18 Professoren leistet das WIFU mittlerweile seit über fünfzehn Jahren einen signifikanten Beitrag zur generationenübergreifenden Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen.
Das Leiten und Führen von Familienunternehmen stellt eine komplexe und mitunter auch paradoxe Herausforderung dar. Ein neues Studienangebot leistet hier wichtige Unterstützung: Seit Oktober 2010 bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Witten/Herdecke den als "Land der Ideen" ausgezeichneten Studiengang "Master in Family Business Management (M.Sc.)" an. Hierdurch kann das WIFU seine Expertise an potenzielle Nachfolger, Fach- und Führungskräfte und Berater in Familienunternehmer weitergeben. Daneben gibt es für Studierende im Bachelorstudiengang "Business Economics (B.A.)" sowie im Masterstudiengang "Management (M.A.)" die Möglichkeit, ein Vertiefungsfach im Bereich Familienunternehmen zu belegen.

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