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Deutsch-chinesische Kooperation in Warnemünde bekräftigt

09.07.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Das IOW und der China Geological Survey schaffen die Voraussetzung für eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der marinen Geowissenschaften. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und der China Geological Survey (CGS) die größte geowissenschaftliche Forschungsinstitution Chinas haben heute ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Mit diesem Abkommen formalisieren beide Institutionen die Rahmenbedingungen für eine weitere intensivere Zusammenarbeit im Bereich der marinen Geowissenschaften. Bilaterale Forschungsprojekte und ein reger Austausch des wissenschaftlichen und technischen Personals sind für die kommenden fünf Jahre geplant und teilweise bereits finanziert.

Aus diesem Anlass ist vom 08. bis zum 10. Juli 2014 eine Delegation des CGS unter Führung des Vize-Direktors Herrn Li Jinfa am IOW zu Gast. Der Delegation gehören hochrangige Vertreter weiterer führender meereswissenschaftlicher Institutionen in China aus Guangzhou, Qindao sowie Beijing an.

Das IOW arbeitet seit mehr als 10 Jahren mit chinesischen Kollegen im Rahmen bilateraler Projekte wie PECAI und BEIBU zusammen. Im Rahmen von PECAI (Pearl River Estuary Related Sediments as Response to Holocene Climate Change and Anthropogenic Impact) wurde anhand von Sedimentkarten die Entwicklung des Perlflussästuars in den letzten 6.000 Jahren im Hinblick auf Klimaschwankungen und steigenden Druck durch menschliche Einflüsse rekonstruiert. Im Rahmen des BMBF Projekts BEIBU wurde zudem der Umweltstatus des Beibu Golfs im Südchinesischen Meer und dessen Entwicklung im Laufe des Holozäns (11.700 Jahre bis heute) untersucht.

Kontakt:

PD. Dr. habil. Joanna Waniek, Sektion Meereschemie, Arbeitsgruppe Biogeochemie, IOW, (Tel.: 0381 / 5197 300, Email: Joanna.waniek@io-warnemuende.de)

Nils Ehrenberg, Öffentlichkeitsarbeit, IOW
(Tel.: 0381 / 5197 106, Email: nils.ehrenberg@io-warnemuende.de)

Mitglieder der chinesischen Delegation:

1. Mr. LI Jinfa, Deputy Director-General of CGS
2. Ms. Bai Qin, Deputy Director, Dept. of Science, Technology and International Coopertion
3. Mr. ZHAO Hongwei
4. Mr. WEN Ning, Director, Guangzhou Marine Geological Survey, CGS
5. Mr. PENG Xuanming, Director, Qingdao Institute of Marine Geology, CGS
6. Mr. WANG Liaoling, Division Chief of Mineral Resource, Guangzhou Marine Geological Survey

Vollständige Bildunterschrift:

Unterzeichnung des Memorandums of Understanding zwischen dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) und dem China Geological Survey (CGS). Von links nach rechts. Vorn: Prof. Dr. Ulrich Bathmann (Direktor IOW), Mr. LI Jinfa (Deputy Director-General CGS); Hinten: Mr. ZHAO Hongwei, Prof. Dr. Detlef Schulz-Bull, Mr. PENG Xuanming, Mr. WEN Ning, PD. Dr. habil. Joanna J. Waniek, Ms. Bai Qin, Mr. WANG Liaoling;

Das IOW ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der zurzeit 89 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Bund und Länder fördern die Institute gemeinsam. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Institute etwa 17.200 MitarbeiterInnen, davon sind ca. 8.200 WissenschaftlerInnen, davon wiederum 3.300 NachwuchswissenschaftlerInnen. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,5 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr. (www.leibniz-gemeinschaft.de)
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