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Francke-Portal. Ein neues Web-Angebot des Studienzentrums August Hermann Francke

10.07.2014 - (idw) Franckesche Stiftungen zu Halle

In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt wird am Studienzentrum August Hermann Francke der Franckeschen Stiftungen zu Halle eine Rechercheplattform "Francke-Portal" zu dem Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663-1727) aufgebaut, in der Handschriften und Drucke unter einem einheitlichen Recherchezugriff zugänglich sind. Unter der Adresse http://digital.francke-halle.de kann seit Juni 2014 weltweit in den digitalisierten Schriften, Briefen, Tagebüchern und auch zu den Porträts August Hermann Franckes recherchiert werden. Die Besonderheit des Portals besteht darin, dass die bereitgestellten Informationen wechselseitig verknüpft worden sind. In dem Francke-Portal wurden elektronische Datensammlungen und Kataloge sowie Editionen, die in den letzten Jahren im Studienzentrum August Hermann Francke und im Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erarbeitet worden sind, zusammengeführt, weiter erschlossen und systematisch um Digitalisate der verzeichneten gedruckten und ungedruckten Quellen angereichert. Derzeit stehen jeweils etwas mehr als 2.000 Druckausgaben und Briefe Franckes und fünf Tagebücher in einem Umfang von 1.900 Seiten im Portal zur Verfügung. Im Projektverlauf sollen noch weitere acht Tagebücher Franckes aus dem Zeitraum von 1714 bis 1726 hinzukommen. Die Tagebücher haben den Charakter klassischer Notiztagebücher, in die die Termine Franckes Tag für Tag, zum Teil Stunde für Stunde akribisch aufgelistet und nach Betreff durchnummeriert sind. Sie stellen eine herausragende Quelle dar, um nicht nur den Arbeitsablauf Franckes, sondern auch die Organisations- und Verwaltungsstrukturen der Stiftungen, ihre Verbindung mit der Universität in Halle und ihre nationale und internationale Vernetzung zu erforschen.

Die Nutzer können im Francke-Portal die digitalisierten Originalhandschriften der Tagebücher nebeneinander mit den transkribierten Texten aufrufen, lesen und miteinander vergleichen und die Texte stichwortartig durchsuchen. So können beispielsweise die in den Tagebüchern erwähnten Predigten Franckes direkt mit ihren vollständigen Beschreibungen und vorliegenden Digitalisaten in einem separaten Browser-Fenster aufgerufen werden. Zusätzliche Sucheinstiege bieten eine Datenbank mit Sekundärliteratur zu Francke und den Franckeschen Stiftungen von etwa 1970 bis heute mit derzeit etwa 1.400 Titeln und eine Datenbank mit den 3.345 Titeln der Bücher aus der Privatbibliothek August Hermann Franckes und seines Sohnes Gotthilf August. Da die Privatbibliothek 1770 bei einer Auktion versteigert wurde, sind die Bücher nicht mehr im Bestand der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen vorhanden. Hinweise auf Exemplare mit eindeutigem Besitzkennzeichen Franckes nimmt das Studienzentrum August Hermann Francke gerne entgegen: studienzentrum@francke-halle.de

Zur technischen Realisierung des Projekts wird die Software Visual Library der Firma semantics in Aachen eingesetzt. Weitere Informationen:http://digital.francke-halle.de
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