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15 Jahre Umweltmanagement nach EMAS an der Hochschule Zittau/Görlitz

14.07.2014 - (idw) Hochschule Zittau/Görlitz

Die Arbeitsgruppe Umweltmanagement der Hochschule Zittau/Görlitz hatte kürzlich zu einem Festkolloquium aus Anlass 15 Jahre Umweltmanagement nach EMAS eingeladen. Das europäische EMAS-System enthält qualitativ anspruchsvolle Anforderungen für ein betriebliches Umweltmanagement. Im März 1999 wurde das Umweltmanagement der Hochschule nach diesem Standard als europaweit erstes Umweltmanagementsystem an einer Einrichtung höherer Bildung validiert und an der IHK Dresden registriert. Damit nahm die Hochschule Zittau/Görlitz europaweit eine Vorreiterolle ein und war sowohl Ansporn als auch Wegbegleiter für andere universitäre Einrichtungen wie etwa die TU Dresden und die Universidad de Sonora in Mexiko.

Nach 15 Jahren lebendiger Gestaltung und überaus erfolgreicher Aufrechterhaltung des Umweltmanagements haben sich die Leitung der Hochschule Zittau/Görlitz und die Akteure um den Umweltmanagementbeauftragten Professor Bernd Delakowitz entschieden, nunmehr neue Wege bei der Umsetzung der anspruchsvollen Ziele zu beschreiten. Es wurde beschlossen, sich künftig nicht mehr an dem normierten und nicht speziell für die Bedürfnisse von Hochschulen und Universitäten passenden europäischen EMAS-Standard auszurichten.

Stattdessen möchte die Hochschule eine neue und flexible Form des umweltverträglichen und nachhaltigen Handelns an Einrichtungen höherer Bildung gestalten und wird dabei von weiteren Partnern anderer Hochschulen bzw. Universitäten unterstützt. Neben den bewährten Prinzipien des bisherigen Umweltmanagements, sollen als wesentliche Grundpfeiler des neuen Systems die noch stärkere Einbeziehung und die aktive Mitwirkung möglichst vieler Akteure an der Hochschule stehen. Typische Bereiche, die im Rahmen des neuen Mit-Mach-Umweltmanagements von allen mit gestaltet und mit Inhalten gefüllt werden sollen, sind neben klassischen Themen wie Wasser, Abfall, Elektro- und Heizenergie sowie Gefahrstoffe insbesondere die Bereiche Lehrinhalte in Vorlesungen, Seminaren und Praktika oder Schwerpunkte einer nachhaltig ausgerichteten Forschung. Aber auch die Bereiche der Energieeffizienz, der lebenswerten und integrativen Campus-Gestaltung oder Fragen des Umgangs mit der demografischen Entwicklung sollen im Rahmen des neu gestalteten Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements behandelt werden.

Deshalb möchte die Gruppe um Prof. Delakowitz ein neues Konzept entwickeln und etablieren, mit dem Fokus auf Eigeninitiative und Möglichkeiten, das Umweltmanagement aktiv mitzugestalten. Das neue Umweltmanagementsystem erhält somit einen stärkeren operativen Schwerpunkt, speziell abgestimmt auf Bildungseinrichtungen mit einem organisatorischen Modell, das kosteneffizient umsetzbar ist und nur in einem entsprechenden Netzwerk funktionieren kann. Ziel ist es also, ein spezielles Umweltmanagement für und mit Hochschulen und Universitäten zu entwickeln.

Ein gemeinsamer Förderantrag der Hochschule Zittau/Görlitz mit der TU Dresden wurde für dieses Projekt beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst eingereicht.

Kontakt:
Hochschule Zittau/Görlitz
Prof. Dr. rer. nat. Bernd Delakowitz
Umweltmanagementbeauftragter
Tel.: 03583/61 1751
E-Mail: b.delakowitz@hszg.de Weitere Informationen:http://ag-umwelt.hszg.de - weitere Informationen
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