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Internationaler Mathe-Nachwuchs misst sich an der Jacobs University

15.07.2014 - (idw) Jacobs University Bremen

Junge Mathematik-Talente aus der ganzen Welt treffen sich in diesen Tagen an der Jacobs University. Aus zehn Ländern kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des International Tournament of Young Mathematicians 2014, die noch bis Samstag, 19. Juli 2014, auf dem Campus in Bremen-Nord über komplexe Mathe-Aufgaben grübeln. Der Wettbewerb findet in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland statt. Er soll den Jugendlichen einen Einblick in mathematische Forschung geben und ihr Interesse an einem Studium in diesem Bereich vertiefen. Mit der Veranstaltung baut die Jacobs University ihr traditionell großes Engagement im Fachgebiet Mathematik aus. Aus Brasilien, Bulgarien, Frankreich, Iran, Nepal, Rumänien, Russland, der Ukraine und Weißrussland sind die 107 Teilnehmer, Juroren und Betreuer des International Tournament of Young Mathematicians (ITYM) angereist. Sechs Tage lang messen sie an der Jacobs University ihr Wissen in Sachen Mathematik. Die Gewinner des Contests fahren 2015 nach Oslo zur Verleihung des Abelpreises, der internationalen Auszeichnung für außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Mathematik, die seit 2002 durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften vergeben wird. Wir freuen uns sehr, dass die Deutschland-Premiere des ITYM auf unserem Campus stattfindet, sagt Dierk Schleicher, Professor für Mathematik an der Jacobs University und Mitorganisator der Veranstaltung. Die Universität sieht er als idealen Austragungsort für das Tournament. Die internationale Ausrichtung und die Forschungsorientierung der Jacobs University spiegeln sich in dem Wettbewerb eins zu eins wider, so der Wissenschaftler.

Das ITYM fand erstmals 2009 in Frankreich statt. Der Contest unterscheidet sich von den gängigen Mathematik-Olympiaden durch einen konkreten Forschungsbezug. Die Teilnehmer, die alle kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, lösen nicht nur komplexe Aufgaben, sie kommen dabei unmittelbar mit der Wissenschaft in Kontakt. In Teams von bis zu sechs Personen bearbeiten die Jugendlichen teilweise ungelöste Forschungsfragen. So bekommen sie einen Einblick in die Wissenschaft und erfahren, wie man mathematische Forschung betreibt, sagt Dierk Schleicher. Darüber hinaus müssen die Mannschaften ihre Ergebnisse nicht nur aufschreiben, sondern präsentieren und mit den anderen Teilnehmern diskutieren. Diese Fähigkeiten werden üblicherweise nicht in den Wettbewerben abgefragt. Sie sind aber von großer Bedeutung für eine spätere wissenschaftliche Ausbildung und Karriere, so Schleicher.

Die Förderung des mathematischen Nachwuchses wird an der Jacobs University traditionell groß geschrieben. Unsere Studierenden werden früh in die Forschung eingebunden. Ihre Abschlussarbeiten sind häufig von wissenschaftlicher Bedeutung. Regelmäßig führen unsere Absolventen ihre Studien an den weltbesten Universitäten fort. Einige ehemalige Jacobs Studierende sind dort inzwischen sogar Professoren, zum Beispiel in Princeton, berichtet Dierk Schleicher. Veranstaltungen wie das ITYM, die internationale Mathematik-Olympiade, die 2009 in ihrem 50. Jahr an der Jacobs University stattfand, oder die Summer School Modern Mathematics, die Schleicher gemeinsam mit Kollegen aus Frankreich seit 2011 abwechselnd in Bremen und Lyon durchführt, sollen bei jungen Leuten die Neugier auf und den Spaß an mathematischer Forschung wecken und stärken.

Weitere Informationen zum ITYM unter http://www.itym.org.

Fragen zum ITYM beantwortet:
Prof. Dr. Dierk Schleicher | Professor für Mathematik
Email: d.schleicher@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-3213
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