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Vier neue Mitglieder in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur

17.07.2014 - (idw) Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur hat in ihrer letzten Sitzung vier neue Mitglieder aufgenommen. Zu den ordentlichen Mitgliedern zählen nun der Politikwissenschaftler Thomas Bräuninger und die Physiker Michael Fleischhauer und Matthias Neubert. Zum korrespondierenden Mitglied wurde die Literaturwissenschaftlerin Anne Bohnenkamp-Renken gewählt. Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken studierte Germanistik, Philosophie und Publizistik in Göttingen und Florenz. Ihre Dissertation, in der sie die Paralipomena zu Goethes Faust historisch-kritisch edierte, wurde mit einem Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgezeichnet. Sie habilitierte sich 2000 an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie von 1989 bis 2003 als Dozentin am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft tätig war. Seit 2003 ist sie Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts/Frankfurter Goethe-Hauses und seit 2012 Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. An Drittmittel-Forschungsprojekten betreut sie u.a. die historisch-kritische Edition der Werke und Briefe von Clemens Brentano. Neben zahlreichen anderen Ämtern hat sie seit 2007 auch das Amt der Vizepräsidentin der Goethe-Gesellschaft in Weimar inne. Zuletzt wurde ihr im Jahr 2013 von dem Deutschen Hochschulverband die Auszeichnung Hochschullehrerin des Jahres verliehen. Korrespondierendes Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.

Prof. Dr. Thomas Bräuninger studierte Politikwissenschaft, Mathematik und Wissenschaftstheorie an der Universität Mannheim, 2000 wurde er im Fach Politikwissenschaften promoviert. Von 1999 war er, neben Gastdozenturen an der University of Pittsburgh und dem Trinity College Dublin, an der Universität Konstanz tätig, wo er sich 2006 habilitierte. Seit 2009 ist er Professor für Political Economy an der Universität Mannheim, dort ist er Sprecher der Graduiertenschule der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er betreut zahlreiche aus Drittmitteln geförderte Forschungsprojekte, hierzu zählt beispielsweise das Projekt Repräsentation in Europa: Zur politischen Übereinstimmung zwischen Bürgern und Eliten. Ordentliches Mitglied der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse.

Prof. Dr. Michael Fleischhauer studierte Physik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde dort 1991 promoviert. Es folgten diverse Auslandsaufenthalte, darunter als Feodor-Lynen Fellow der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Texas A&M University, USA und ein Aufenthalt an der Harvard University sowie am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, USA. 2000 habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über Electromagnetically Induced Transparency in Optically Thick Media. Seit 2000 ist er Professor für Theoretische Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Er war Sprecher des DFG -Graduiertenkollegs Nichtlineare Optik und Ultrakurzzeitphysik und ist seit 2011 Divisional Associate Editor des führenden Journals der Physik, Physical Review Letters. Seit 2012 ist er Vorstandsrat der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse.

Prof. Dr. Matthias Neubert beendete sein Studium der Fächer Physik, Mathematik und Chemie an der Ruprecht- Karls-Universität Heidelberg, wo er 1990 im Fach Physik promoviert wurde. Nach einem zweijährigen Aufenthalt an der Stanford University, USA, habilitierte er sich 1993 in Heidelberg über Heavy-quark Symmetry. Von 1993 bis 1998 war er als Staff Scientist am CERN-Teilchenbeschleuniger in Genf und von 1999 bis 2006 als Professor für Physik an der Cornell University in Ithaca, USA, tätig. Seit 2006 ist er Professor für Theoretische Physik mit dem Spezialgebiet Theorie der Elementarteilchen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er seit 2012 das Exzellenzcluster PRISMA koordiniert und das Mainz Institute for Theoretical Physics leitet. Matthias Neubert wurde 2005 mit dem Humboldt-Forschungspreis und 2009 mit dem J. Hans D. Jensen-Preis ausgezeichnet. Er war Gast­professor am Institute for Advanced Study in Princeton und ist seit 2006 Adjunct Professor an der Cornell University. Ordentliches Mitglied der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse. Weitere Informationen:http://www.adwmainz.de

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