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Award fördert Kooperationen zwischen jungen sozialen Initiativen und Wohlfahrtsorganisationen

18.07.2014 - (idw) EBS Universität für Wirtschaft und Recht

Sozialunternehmerische Initiativen gibt es viele in Deutschland, doch nur wenigen gelingt es, ihre neuen Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme großflächig zu verbreiten. Um die Durchsetzung solcher Ansätze zu fördern, hat das World Vision Center for Social Innovation der EBS Universität den mit insgesamt 7.000 Euro dotierten Award Wirkung Morgen ausgeschrieben, der geplante Kooperationen zwischen einem jüngeren und einem etablierten sozialwirtschaftlichen Akteur ausgezeichnet. Der Award wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsprojekts Soziale Innovationen in Deutschland vergeben. Mit dem Award Wirkung Morgen möchten wir geplante Kooperationen zur Verbreitung guter Ideen fördern. Wir glauben, dass sich jüngere Social Entrepreneurs und etablierte sozialwirtschaftliche Akteure ergänzen. Kooperationen zwischen den beiden Gruppen können die Innovationskraft des Dritten Sektors erhöhen, erklärt Dr. Susan Müller, Leiterin des Forschungsprojekts. Heute wurden drei Kooperationen ausgezeichnet, die in den nächsten Wochen gemeinsam Nutzen stiften wollen.

Die Kooperation zwischen der Ashoka Deutschland gGmbH und den MW Malteser Werke gemeinnützige GmbH belegen den ersten Platz und erhalten damit 4.000 Euro Startkapital für ihre Wirkungsschmiede Für Teilhabe alles geben. Zusätzlich können die Kooperationspartner Unterstützung im Bereich Organisationsentwicklung durch die Schmid Stiftung in Anspruch nehmen. Die Wirkungsschmiede wird junge Menschen zwischen 16 und 27 zusammenbringen, die ein sozialunternehmerisches Projekt, das die gesellschaftliche Teilhabe benachteiligter Menschen fördert, erfolgreich pilotiert haben. Die Teilnehmer sollen dann mit der Unterstützung von Ashoka und den Maltesern ihr Projekt unter Nutzung von bestehenden Strukturen (z.B. durch Integration innerhalb eines Wohlfahrtsverbands) verbreiten.

Mit dem zweiten Platz und damit 2.000 Euro wird das Zukunftsvorhaben zwischen dem Nachbarschaftshaus Urbanstrasse e.V. und dem Projekt GUT GELAUFEN ausgezeichnet. Die beiden Partner wollen mit laufender Nachbarschaftshilfe Gesundheit und Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Hierfür sind zwei Angebote geplant: Wöchentliche Gruppenläufe mit Hilfsmissionen wie z.B. die Renovierung eines Abenteuerparks sowie Patenschaften zwischen einzelnen Läufern und Senioren. Dabei unterstützen die Senioren die Läufer als Senior-Coaches, während die Läufer frischen Wind ins Haus bringen und Kleinigkeiten erledigen wie z.B. die Wochenzeitung joggenderweise vorbeibringen.

Den dritten Platz belegt die Kooperation zwischen der ARBEIT ZUERST eG und der Diakonie Stetten e.V. Geplant ist die Gründung einer Inklusionsfirma, bei der Menschen mit Behinderung angestellt sind und eine materielle Grundsicherung erhalten. Im Sinne einer fairen Arbeitnehmerüberlassung können sie sich dann selbst an Partnerfirmen vermieten. So sollen Menschen mit Behinderung, die das Bedürfnis haben in einer normalen Firma mitzuarbeiten anstatt in einer Werksatt für behinderte Menschen , diese Möglichkeit auch selbstbestimmt in Anspruch nehmen können.

Ihre Ansprechpartner:

Dr. Susan Müller | EBS Universität für Wirtschaft und Recht
World Vision Center for Social Innovation
Tel. +49 611 7102 1457 | E-Mail: Susan.mueller@ebs.edu

Prof. Dr. Hartmut Kopf | EBS Universität für Wirtschaft und Recht
World Vision Center for Social Innovation
Tel. +49 6172 763157 | E-Mail: Hartmut_Kopf@wvi.org
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