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Erste Heisenberg Professur für Universitätsmedizin Mainz Erfolg für Boehringer Ingelheim Stiftung

21.07.2014 - (idw) Boehringer Ingelheim Stiftung

(Mainz, 21. Juli 2014) Die Boehringer Ingelheim Stiftung gratuliert dem Molekularbiologen Professor Dr. Krishnaraj Rajalingam zu seiner Berufung als Heisenberg-Professor an die Universitätsmedizin Mainz. Dies ist das erste Mal, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine dieser angesehenen Professuren an die Universitätsmedizin Mainz vergibt und erst die dritte für Universität und Universitätsmedizin in Mainz insgesamt. Seit 2012 fördert die Stiftung Rajalingams Grundlagenforschung zum Zelltod und dessen Fehlregulation bei Krebs, chronischen Infektionen und Autoimmunerkrankungen in ihrem Perspektiven-Programm Plus 3. Otto Boehringer, Vorsitzender des Vorstandes der Boehringer Ingelheim Stiftung sagt dazu: Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Perspektiven-Programm Plus 3 einen weiteren Wissenschaftler auf einem so erfolgreichen Weg unterstützen konnten. Dass das Heisenberg-Programm Professor Rajalingam jetzt nach Mainz führt, dem wir uns als Stifter besonders verbunden fühlen, und dass er dazu beitragen wird, Mainz in einem international ausgewiesenen und für Patienten relevanten Bereich zu stärken und weiterzuentwickeln, freut uns ganz besonders.

Rajalingam wird mit seiner Forschung über die Rolle der molekularen Signalwege in der Entstehung von Krankheiten in Mainz die drei Forschungsschwerpunkte Immunologie, Translationale Neurowissenschaften und Translationale Vaskuläre Biologie vernetzen. Ohne die Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung hätte ich diesen Erfolg nicht geschafft. Sie hat mir die nötige Zeit gegeben, weitere hochkarätige Forschungsergebnisse zu publizieren und dadurch auf eine Professur berufen zu werden, die nicht nur inhaltlich genau passt, sondern mir auch die Chance gibt, Neues aufzubauen und zu gestalten, so der frischgebackene Professor für Zellbiologie.

Mit Plus 3 fördert die Boehringer Ingelheim Stiftung herausragende Nachwuchsgruppenleiter/-innen der Medizin, Biologie und Chemie mit bis zu 900.000 Euro über drei Jahre. Sie möchte ihnen damit Zeit geben, ihr Forschungsprofil zu stärken und weiterzuentwickeln, damit sie beste Chancen auf eine Professur in einem passenden, wissenschaftlich hochkarätigen Umfeld haben. Seit 2010 sind neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Programm gefördert worden, inzwischen wurden fünf von ihnen auf eine Professur berufen.

Die DFG finanziert mit ihren Heisenberg-Professuren herausragende junge Wissenschaftler. In ihrem gemeinsamen Antrag an die DFG mussten die Universitätsmedizin Mainz und Professor Dr. Krishnaraj Rajalingam auch darlegen, inwiefern sie damit die Struktur der Forschung an der Hochschule positiv verändern. Nach Ende der Förderung durch die DFG und erfolgreicher Begutachtung verpflichtet sich die Hochschule, die Finanzierung der Professur dauerhaft zu übernehmen.

Zur Person
Professor Dr. Krishnaraj Rajalingam, geboren in Mayiladuthurai, Indien, studierte von 1995 bis 2000 Lebenswissenschaften an der Bharathidasan Universität und kam anschließend nach Deutschland, um am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin seine Doktorarbeit durchzuführen. Von 2006 bis 2008 leitete er eine Arbeitgruppe am Institut für Medizinische Strahlenkunde und Zellforschung der Universität Würzburg. 2008 wechselte er als Nachwuchsgruppenleiter des Emmy-Noether-Programms der DFG an die Universität Frankfurt. Im Jahr 2012 nahm ihn die Boehringer Ingelheim Stiftung für drei Jahre in ihr Perspektiven-Programm Plus 3 auf. Ab Juli 2014 ist er Heisenberg-Professor für Zellbiologie in Mainz. Mit seinen Publikationen in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen wird Professor Dr. Krishnaraj Rajalingam mit 37 Jahren zu den Spitzenforschern seines Fachs gezählt.

Boehringer Ingelheim Stiftung
Die Boehringer Ingelheim Stiftung ist eine rechtlich selbstständige, gemeinnützige Stiftung und fördert die medizinische, biologische, chemische und pharmazeutische Wissenschaft. Errichtet wurde sie 1977 von Hubertus Liebrecht, einem Mitglied der Gesellschafterfamilie des Unternehmens Boehringer Ingelheim. Mit ihrem Perspektiven-Programm Plus 3 und den Exploration Grants für selbstständige Nachwuchswissenschaftler fördert sie bundesweit exzellente unabhängige Nachwuchsforschergruppen. Sie dotiert den internationalen Heinrich-Wieland-Preis sowie Preise für Nachwuchswissenschaftler. Die Boehringer Ingelheim Stiftung fördert für zehn Jahre den wissenschaftlichen Betrieb des 2011 eingeweihten Instituts für Molekulare Biologie (IMB) an der Universität Mainz mit 100 Millionen Euro. Seit 2013 fördert sie ebenfalls über zehn Jahre die Lebenswissenschaften an der Universität Mainz mit insgesamt 50 Millionen Euro. Weitere Informationen:http://www.boehringer-ingelheim-stiftung.de - Webseite der Stiftunghttp://www.unimedizin-mainz.de - Webseite der Universitätsmedizin

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