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Menschenrechte im Konflikt

22.07.2014 - (idw) Schader-Stiftung

Tagung des Arbeitskreises Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und des Arbeitskreises Wissenschaft und Praxis der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) / Plattform Zivile Konfliktbearbeitung in Kooperation mit der Schader-Stiftung Menschenrechte und Konflikte stehen in einer engen Verbindung zu einander, ihre Beziehung ist dabei durchaus komplex. So können Menschenrechtsverletzungen sowohl Ursache als auch Symptom von Gewaltkonflikten sein, Menschenrechte können sich in einem konfliktiven Prozess entwickeln oder aber durch die Förderung von Menschenrechten können neue Konflikte entstehen.

Die Tagung Menschenrechte im Konflikt fand am Freitag, den 18. Juli 2014, im Schader-Forum in Darmstadt statt. Veranstalter waren der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und der Arbeitskreis Wissenschaft und Praxis der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) / Plattform Zivile Konfliktbearbeitung in Kooperation mit der Schader-Stiftung.

Themen der Tagung waren etwa die Frage, inwieweit Menschenrechte im Krieg oder in innerstaatlichen Konflikten eine Rolle spielen und wie die Chancen rechtlich und faktisch zur Durchsetzung von Menschenrechten liegen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Frage, die Jens Hiller von der Bergischen Universität Wuppertal stellt: Unter welchen Bedingungen werden Menschenrechtsverletzungen im öffentlichen Diskurs überhaupt wahrgenommen? Seinen Forschungen zufolge ist die Wahrnehmung davon abhängig, ob es sich um fremde Regime handelt, die die Menschenrechte verletzen oder um die eigenen Leute, die als Eingreiftruppe oder Besatzungsmacht in fremden Ländern agieren.

Sollen sich die Akteure, die in Konfliktgebieten helfend engagieren, zuerst die Auflösung des Konflikts als Ziel setzen oder zuerst die Einhaltung der Menschenrechte? Diese beiden Ansätze vergleicht Anna Leising vom Kompetenzzentrum Friedensförderung in der Schweiz am Beispiel Guatemalas. Für große, multinationale Unternehmen, die bei der Einhaltung der Menschenrechte eine Rolle spielen, liegt ein Menschenrechtsansatz näher, wie Dr. Melanie Coni-Zimmer von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung betont.

Mit der Tagung wurde insbesondere der Austausch zwischen Personen aus Wissenschaft und Praxis gefördert. Die praktischen Herausforderungen im Verhältnis von Menschenrechten und Konflikten standen ebenso in der Diskussion wie Beiträge der Forschung.

Die Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren Dialog mit der Praxis. Weitere Informationen:http://www.schader-stiftung.de
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