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Gemeinsame Presseeinladung: Ältester Metallfund aus Niedersachsen

23.07.2014 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Gemeinsame Presseeinladung der Leibniz Universität Hannover, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege

Der älteste Metallfund aus Niedersachsens Steinzeit und ein legendäres Schwert aus dem frühen Mittelalter

Archäologie und Chemie lösen gemeinsam Rätsel aus der Vergangenheit Sehr geehrte Medienvertreterinnen und Medienvertreter,

eine Kooperation zwischen dem Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) hat faszinierende Ergebnisse erbracht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Geheimnisse zweier archäologischer Neufunde enträtselt. Es handelt sich zum einen um den ältesten Metallfund Niedersachsens, ein jungsteinzeitliches Kupferbeil aus dem 4. Jahrtausend vor Christus, zum anderen um ein hervorragend erhaltenes Schwert aus dem frühen Mittelalter mit der Inschrift Ulfberht. Beide niedersächsischen Funde werfen ein neues Licht auf die Ur- und Frühgeschichte Europas.

Wir möchten Sie herzlich zur Pressekonferenz einladen, bei der Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität, und Dr. Stefan Winghart, Präsident des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege, gemeinsam mit ihren Wissenschaftlern die interdisziplinäre Erforschung der Funde erläutern. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljaji, wird die einmaligen Fundstücke enthüllen und der Öffentlichkeit präsentieren. Wie man am Beispiel der Archäologie sehen kann, ist es ein Gewinn, wenn Universitäten und außeruniversitäre Einrichtungen eng zusammenarbeiten, hebt die Ministerin hervor.

Wann? Dienstag, 29. Juli 2014, 12.30 Uhr (ein Imbiss wird gereicht)

Wo? Kali-Chemie-Hörsaal im Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover, Callinstraße 9, 30167 Hannover

Das im Norden exotisch wirkende Kupferbeil gehört zu den ersten Metallartefakten in Europa. Es steht schlaglichtartig für den faszinierenden Umbruch von der Gesellschaft der Jäger und Sammler hin zu sesshaften Bauern vor 6.000 Jahren. Ebenso spektakulär ist ein sehr gut erhaltenes Schwert aus dem frühen Mittelalter einer der wenigen Funde außerhalb des Wikingerreiches und der erste seiner Art in Niedersachsen. Diese legendären Hightech-Waffen wurden im fränkischen Reich gefertigt und fielen trotz eines Waffenembargos in die Hände der Wikinger.

Wir laden Sie dazu ein, gemeinsam mit den Spezialistinnen und Spezialisten aus Archäologie und Chemie einen Einblick in die Welt der Archäometrie zu gewinnen. Nach einer Präsentation der Funde durch die Archäologen Dr. Henning Haßmann und Friedrich-Wilhelm Wulf erläutern Prof. Carla Vogt und Dr. Robert Lehmann vom Institut für Anorganische Chemie die Ergebnisse der Analysen.

Auf Grundlage eines Kooperationsabkommens zwischen dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege und der Leibniz Universität Hannover konnte bereits eine Reihe archäometrischer Projekte erfolgreich durchgeführt werden, zum Beispiel zur Erforschung der eisenzeitlichen Moorleiche Moora, zur Montanarchäologie des Harzes oder zum bronzezeitlichen Goldschatz von Gessel.

Viele Erkenntnisse kann die Archäologie selbst erschließen, aber ihr sind methodische Grenzen gesetzt, die durch die Zusammenarbeit mit den Naturwissenschaften durchbrochen werden können - etwa durch die Materialuntersuchung mittels chemischer Methoden und Röntgenuntersuchung oder CT (Institut für Mehrphasenprozesse der Leibniz Universität).


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen stehen Ihnen Dietmar Vonend, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, unter Telefon +49 511 925 5221 oder per E-Mail unter dietmar.vonend@nld.niedersachsen.de sowie Prof. Carla Vogt, Institut für Anorganische Chemie der Leibniz Universität, unter Telefon +49 511 762 19312 oder per E-Mail unter vogt@acc.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
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