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Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nimmt Arbeit auf

23.07.2014 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Johannes Gutenberg-Universität Mainz investiert jährlich 1.000.000 Euro in die nachhaltige Verbesserung der Arbeits- und Betreuungsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit der Einrichtung des Gutenberg Nachwuchskollegs (GNK) eröffnet die Johannes Guten-berg-Universität Mainz einen innovativen Weg zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Als Expertengremium im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder konzipiert, dient das Kolleg der Strukturierung und Kommunikation bestehender sowie der Entwicklung neuer Förderformate, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, anlässlich der konstituierenden Sitzung. Das GNK zielt dabei insbesondere auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeits- und Betreuungsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Bereitstellung individueller Unterstützungsangebote in den Karrierephasen zwischen Promotion und Festanstellung als Universitätsprofessorin bzw. -professor.

Von 2014 bis 2016 stehen dem Gutenberg Nachwuchskolleg jährlich 1.000.000 Euro zur Verfügung (650.000 Euro aus Mitteln der Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz, 350.000 aus Haushaltsmitteln der Universität). Damit werden die erfolgreichen Fördermaßnahmen der JGU zur Unterstützung der Doktorandinnen und Doktoranden, der Postdoktorandinnen und -doktoranden, Habilitandinnen und Habilitanden sowie der Juniorprofessorinnen und -professoren gebündelt und weiterentwickelt. In diesem Rahmen intensiviert die JGU insbesondere auch die Nachwuchsförderung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. So hat das Leitungsgremium in seiner konstituierenden Sitzung beschlossen, das Konzept der so genannten Minigraduiertenkollegs dieser Disziplinen zu erweitern und finanziell zu fördern: Minigraduiertenkollegs sind Kleingruppen von drei bis fünf exzellenten Nachwuchswissenschaftlern, die sich unterstützt durch ein Stipendium und betreut von mehreren Professoren mit interdisziplinären Forschungsfragen beschäftigen. Herausragende junge Geistes- und Sozialwissenschaftler finden so an unserer Universität die infrastrukturellen Voraussetzungen und damit die notwendigen Freiräume für exzellente Forschung und können langfristige berufliche Perspektiven für ihren weiteren Weg in die Wissenschaft entwickeln, erklärt der Präsident.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz betrachtet die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als eine ihrer Kernaufgaben. Rund 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden jährlich an der JGU promoviert, davon 51 Prozent Frauen. Etwa 35 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler pro Jahr habilitieren sich und rund 50 haben eine Juniorprofessur inne, dazu kommen viele selbstständige, extern geförderte Nachwuchsgruppen.

Über individuelle Promotionswege hinaus bietet die JGU fachübergreifende strukturierte Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs aller Karrierephasen: unter anderem die Gutenberg-Akademie als Plattform für die universitätsweit 25 besten Doktorandinnen und Doktoranden, Angebote zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen sowie zur Karriereplanung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche drittmittelgeförderte Promotionsprogramme wie die Exzellenz-Graduiertenschule Materials Science in Mainz, das Max Planck Graduate Center mit der JGU, zahlreiche DFG-Graduiertenkollegs, intern geförderte Graduiertenkollegs in den Sozial- und den Geisteswissenschaften oder die International Max Planck Research Schools.

Professionalisierung der gesamtinstitutionellen Steuerung

Mit dem Gutenberg Nachwuchskolleg implementiert die JGU einen weiteren zentralen Baustein ihres Zukunftskonzepts, das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder von den Gutachtern ausgesprochen positiv bewertet wurde. Kernpunkt der Professionalisierung der gesamtinstitutionellen Steuerung der JGU ist die Einbindung exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Hochschulsteuerung bei gleichzeitiger Stärkung der dezentralen Entscheidungsorgane. Denn die Universität profitiert als Expertenorganisation vom breiten Know-how aller Mitglieder, die die Hochschule aktiv mitgestalten.

Meilenstein in diese Richtung war 2007 die Einrichtung des Gutenberg Forschungskollegs (GFK) als Beratungs- und Förderstruktur, die sich an wissenschaftlicher Exzellenz als alleinigem Wegweiser orientiert; 2011 eröffnete die Universität mit dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK) eine entsprechende Einrichtung zur Förderung von Exzellenz in der Lehre und zur Entwicklung innovativer Lehrkonzepte. Das 2014 gegründete Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) komplettiert diese Kollegstruktur. Besetzt mit Spitzenkräften verschiedener Disziplinen, verstehen sich diese drei Einrichtungen als Beratungsgremien der Hochschulleitung in strategischen Fragen.

Univ.-Prof. Dr. Mathias Kläui zum Sprecher des Leitungsgremiums gewählt

Im Einvernehmen mit dem Senat hat der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, das Leitungsgremium des GNK ernannt, das sich aus Mitgliedern der JGU zusammensetzt, die sich durch besonderes Engagement und exzellente Leistungen in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet haben. Vertreten sind neben Professorinnen und Professoren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den verschiedenen Karrierephasen von der Promotion bis zur fortgeschrittenen Postdoc-Phase. Ergänzt wird das Gremium durch exzellente Studierende verschiedener Fachrichtungen. Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des GNK wurde Univ.-Prof. Dr. Mathias Kläui einmütig zum Sprecher des Leitungsgremiums gewählt. Kläui ist Professor am Institut für Physik der JGU und Direktor der Exzellenz-Graduiertenschule Materials Science in Mainz (MAINZ).

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