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Gefäßchirurgen und Bauingenieure kooperieren

25.07.2014 - (idw) Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

HTWK Leipzig und Medizinische Hochschule Hannover unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

(Gemeinsame Pressemitteilung der HTWK Leipzig und der Medizinischen Hochschule Hannover vom 25. Juli 2014) In dieser Woche unterzeichneten die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) einen Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit im klinischen Bereich der Gefäßchirurgie. Die beiden Hochschulen haben sich das Ziel gesetzt, die Fließvorgänge in Aorten-Aneurysmen zu analysieren und die Vorhersage lebensbedrohlicher Risse zu verbessern. Dabei bringen beide Institutionen die gesammelten Erfahrungen aus ihrem jeweiligen Gebiet in zukünftige gemeinsame Forschungsvorhaben ein.

Die HTWK Leipzig betreibt Untersuchungen auf dem Gebiet der numerischen Simulation hydrodynamischer Strömungsvorgänge. Hierzu wurde eigens im Jahr 2010 das Institut für Bio-Fluidmechanik gegründet, welches sich seither mit der Visualisierung der Blutzirkulation in menschlichen Aorten und deren biomechanische Auswirkungen beschäftigt. Die Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie an der MHH ist mit über 130 Lungenverpflanzungen pro Jahr eines der weltweit größten Lungentransplantationszentren und führt ca. 700 Gefäßoperationen, 1900 Operationen mit Herz-Lungen-Maschine und 250 Kinderherz-Operationen pro Jahr durch.

Durch die Kooperation werden nun die vorhandenen Ressourcen zusammengebracht, wobei Schwerpunkt der Untersuchungen neben der Simulation von Fließvorgängen in Aorten-Aneurysmen und der Interaktion von Thrombosierungs- und Kalzifizierungsgrad auch die Rupturvorhersage sein soll. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler, in Zukunft das Verhalten von Aorten-Aneurysmen besser vorhersagen und diese besser und schonender für die Patienten behandeln zu können. Aneurysmen (krankhafte Arterienerweiterungen) entstehen durch eine Schwächung der Gefäßwand und können ab einer gewissen Größe reißen. Ein solcher Riss (Ruptur) in der Aorta (Hauptschlagader im Körper) führt in etwa 90% der Fälle zum inneren Verbluten. Bisher lässt sich die Risswahrscheinlichkeit nicht sicher vorhersagen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Frank Preser
Geschäftsführender Leiter des
Instituts für Bio-Fluidmechanik
HTWK Leipzig, Fakultät Bauwesen
Karl-Liebknecht-Str. 132
D-04277 Leipzig
Tel.: +49 (0) 341/3076 6227
E-Mail: frank.preser@htwk-leipzig.de
www.institut-bfm.de

Prof. Dr. med. Omke E. Teebken
Leiter des Bereichs Gefäßchirurgie
Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie - OE 6210
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
D-30625 Hannover
Tel.: +49 511 532 -6589 / Fax: +49 511 532 5404
E-Mail: Teebken.Omke@MH-Hannover.de
www.mh-hannover.de/teebken.html Weitere Informationen:http://www.htwk-leipzig.de/de/hochschule/aktuelles/nachrichten/nachrichten-detai... Anhang
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