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Wissenschaftskommunikatoren der dritten Generation

28.07.2014 - (idw) Hochschule Rhein-Waal

Neuer Studiengang der Hochschule Rhein-Waal zielt auf ein breites, internationales Berufsspektrum im Zeichen des Medienwandels

Science Communication & Bionics kombiniert wissenschaftliche Grundlagen mit Kommunikationsmanagement, vor allem mit Blick auf eine zunehmend komplexer werdende Medienlandschaft. Angesiedelt an der internationalen, staatlichen Hochschule Rhein-Waal am unteren Niederrhein bildet der einzigartige Studiengang Wissenschaftskommunikatoren für ein weites und anspruchsvolles Berufsfeld aus. Kleve/Kamp-Lintfort, 28. Juli 2014: Wissenschaftskommunikatoren der dritten Generation sehen sich nicht mehr vorrangig als Vermarkter ihrer Institutionen, sondern als Mittler und Mediatoren zwischen der Welt von Wissenschaft und Innovation einerseits und unterschiedlichsten Gruppen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft andererseits. Gerade angesichts des rasanten Medienwandels sind sich diese Kommunikationsmanager vor allem ihrer sozialen und ethischen Verantwortung bewusst.

Vertrauen in Wissenschaft und Technologie sowie die gesellschaftliche Relevanz von Forschung sicherzustellen, verlangt von verantwortungsvollen Kommunikationsmanagern eine ganze Palette von Fähigkeiten, die über die klassischen Qualifikationen in Journalismus und PR weit hinausgehen. Weil sich diese beiden Bereiche gerade in einem historischen Veränderungsprozess befinden, eröffnet
sich den Absolventen des Bachelorstudiengangs Science Communication & Bionics sogar ein Gestaltungsspielraum, ihr eigenes künftiges Berufsfeld in den kommenden Jahren neu zu erfinden.

Da Wissenschaftskommunikation in einer immer globalisierteren Welt Ländergrenzen sprengt, ist ein Blick über den nationalen Tellerrand wichtiger denn je und eröffnet vielfältige internationale Berufschancen, erläutert Alexander Gerber, Professor für Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal: Genau deshalb wird der Bachelorstudiengang nicht nur in englischer Sprache angeboten, sondern nimmt methodisch eine komparative Perspektive ein, analysiert also transkulturell die Medien-, Wissenschafts- und Politiksysteme unterschiedlichster Länder und Kulturen.

Die Studierenden erlernen anwendungsorientiert naturwissenschaftlich-technische Grundlagen mit einem Schwerpunkt in der Bionik. Die Natur liefert die Inspiration: Biologische Phänomene sind vielfach die Vorlage für Lösungen technischer Fragestellungen. Bioniker überführen diese in Produkte. Dazu wird theoretisches und praktisches Wissen in vielen Disziplinen von Chemie über Biologie bis hin zur Biomechanik benötigt. Die per Definition transdisziplinäre Disziplin der Bionik mit ihrem Fokus auf Technologietransfer ist damit geradezu prädestiniert für ein Training der Kommunikation von Wissenschaft und Innovation. Während des Studiums trainieren die Studierenden sieben Semester lang ihre Fertigkeiten in Journalismus, PR und politischer Kommunikation, und zwar nicht nur handwerklich, sondern mit einem besonders strategischen und wertorientieren Management-Fokus. Sie lernen, wie man wissenschaftliche Ergebnisse verantwortungsvoll interpretiert, wie man Kommunikationskrisen meistert oder gar vorbeugt und wie die Wirkung der Kommunikation in Form von Controlling und Governance professionell belegt wird. Absolventen des englischsprachigen Bachelorstudiengangs können aufgrund ihrer fachlichen und sprachlichen Expertise international in Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen oder forschender Unternehmen, im Medienbereich oder als Berater in Agenturen eingesetzt werden.


Die Regelstudienzeit umfasst sieben Semester und wird wahlweise je nach Schwerpunkt mit dem Bachelor of Arts oder dem Bachelor of Science abgeschlossen. Neben einem achtwöchigen Grundpraktikum, das bis zum Ende des dritten Semesters absolviert sein muss, ist im sechsten Semester ein Praxis- oder Auslandsstudiensemester verpflichtend. Mehr Informationen zum neuen Studiengang bietet die Fakultät Technologie und Bionik unter Technologie-bionik@hochschule-rhein-waal.de Weitere Informationen:http://www.hochschule-rhein-waal.de
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