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HOLD ON!- ein Aufruf an kreative Köpfe

29.07.2014 - (idw) Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Für einen neuen E-Learning-Kurs an der Virtuellen Hochschule Bayern suchen Nachwuchswissenschaftler der Uni Würzburg die passende Bebilderung. Sie haben deshalb einen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Kurs und Wettbewerb drehen sich um das Thema Interkulturalität, Ethik und Recht. Ab dem Wintersemester 2014/15 bietet der Würzburger Strafrechtler Professor Eric Hilgendorf einen interdisziplinären E-Learning-Kurs mit Inhalten der Rechts- und Kulturwissenschaften an, den Studierende aller bayerischen Hochschulen kostenlos über die Virtuelle Hochschule Bayern belegen können.

Der Kurs richtet sich einerseits an angehende Juristen, andererseits aber auch explizit an Studierende anderer Fachdisziplinen. Ziel ist es, einen innovativen Kurs für das Selbststudium anzubieten, der nicht nur hoch informativ, sondern auch ansprechend und abwechslungsreich gestaltet ist, so Hilgendorf.

Wettbewerb nicht nur für Studierende

Um die Lerninhalte zu veranschaulichen, ist das Projektteam derzeitig auf der Suche nach Fotos zum Kursthema. Ganz spontan kam schließlich die Idee auf, einen Fotowettbewerb ins Leben zu rufen, an dem sich jedermann egal, ob Student oder nicht (mehr) beteiligen kann.

Inspiriert durch den französischen Filmregisseur Robert Bresson (1901-1999) wurde das folgende Motto gewählt: Mach sichtbar, was ohne dich vielleicht nie wahrgenommen wäre. In diesem Sinne sind in den nächsten Tagen außergewöhnliche Bildideen zu Phänomenen aus den Sphären von Recht und Kultur gefragt.

Alle Teilnahme-Informationen sind zu finden unter http://www.jura.uni-wuerzburg.de/hold-on

Einsendeschluss ist Sonntag, der 10. August 2014. Der Hauptgewinner darf im Rahmen eines eintägigen Segelflug-Schnupperkurses den Raum Würzburg einmal aus der Luft erkunden; außerdem gibt es weitere Preise.

Zum Hintergrund

Bei Kultur, Ethik und Recht handelt es sich um Konzepte, denen in einer globalisierten Lebenswelt auf vielfältige Weise Relevanz zukommt. Die im Schnittstellenbereich bestehenden Wechselwirkungen sind mannigfaltig und im alltäglichen Handeln oftmals nicht bewusst. Was Menschen moralisch als Recht und Unrecht empfinden, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrer sozio-kulturellen Prägung.

Doch nicht nur das subjektive Rechtsempfinden, sondern auch das geschriebene Recht ist ein Kulturphänomen. Seine Interpretation, Auslegung und Weiterentwicklung lassen sich stets auf kulturelle Werte zurückführen kurzum: Recht ist Kultur. Wer ausschließlich mit seinem eigenen Rechtssystem vertraut ist, kann das Ausmaß seiner kulturellen Bedingtheit nur schwer erkennen. Solche blinden Flecken in der individuellen Wahrnehmung können vor allem in der (interkulturellen) Berufspraxis fatale Folgen haben im juristischen Kontext etwa im Rahmen eines Gerichtsprozesses.

Erst die Auseinandersetzung mit dem Anderen und Unvertrauten eröffnet neue Perspektiven und befähigt zu einer tieferen Reflexion und Bewusstwerdung über die eigene Kultur.
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