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Projekt: Stiftungsforschung als Globalgeschichte erfolgreich gestartet

15.08.2014 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Der Verlag De Gruyter, Berlin, veröffentlicht erstmals mit Wissenschaftlern der Humboldt-Universität eine Enzyklopädie des Stiftungswesens in mittelalterlichen Gesellschaften Stiftungen eignen sich in hervorragender Weise zur Erkenntnis des Menschen in ihren historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen; sie haben Religionen und Recht, Wirtschaft, Infrastruktur und Fürsorge, Kunst und Wissenschaft, Siedlungen und familiäres Zusammenleben in Stadt und Land geprägt Dies gilt auch für die entwickelten Gesellschaften des mittelalterlichen Jahrtausends.

Im Rahmen des Projekts FOUNDMED. Foundations in medieval societies erarbeiten Postdocs fünf verschiedener Fächer, der Mediävistik, Byzantinistik, Islamwissenschaft, Judaistik und Indologie, eine Enzyklopädie des Stiftungswesens in mittelalterlichen Gesellschaften. Der tägliche Gedankenaustausch der Arbeitsgruppe über das gleiche Thema im Vergleich der Kulturen ist ohne Vorbild in den Geisteswissenschaften. Die Nachwuchsforscher und -forscherinnen wirken zusammen, um das Stiftungswesen im lateinischen und griechischen Christentum, im Judentum, im Islam und in der multireligiösen Welt Indiens in der Zeit von ca. 500-1500 u. Z. in systematisch angelegten Artikeln zu behandeln.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden international rekrutiert und waren vorher u. a. in den USA, Spanien, Großbritannien, Israel, Rumänien und Ungarn tätig.
Bei dem nun erschienenen Band der Enzyklopädie handelt es sich um den ersten Teil des mehrbändigen Werkes, das der European Research Council durch Verleihung seines höchstdotierten Preises an Prof. Borgolte vom Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin von 2012 bis 2017 ermöglicht. Dieser erste Band erschließt die Grundlagen, die Begrifflichkeit und die verschiedenen Forschungsansätze sowie die Quellenarten. Die Folgebände sollen der inneren Organisation und der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Stiftungswesens gewidmet werden.

Über das Buch
Als Verfasserinnen und Verfasser beteiligt waren bei Band 1: PD Dr. Annette Schmiedchen (Indologie) sowie Dr.es Emese Kozma und Patrick Koch (jeweils Judaistik), Zachary Chitwood (Byzantinistik), Ignacio Sánchez (Islamwissenschaft) sowie Susanne Ruf (Kunstgeschichte) und Tillmann Lohse (Mittelalterliche Geschichte).

Originalveröffentlichung
Enzyklopädie des Stiftungswesens in mittelalterlichen Gesellschaften, Bd. 1: Grundlagen, hrsg. von Michael Borgolte. Berlin 2014, ISBN: 978-3-05-006477-2

Kontakt
Prof. Dr. phil. Michael Borgolte
Institut für Geschichtswissenschaften
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-70532
borgoltem@geschichte.hu-berlin.de
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