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Soziale Diskriminierung bei der Personalauswahl

27.01.2004 - (idw) Universität Leipzig

PD Dr. Lars-Eric Petersen von der Universität Halle hält einen öffentlichen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums der Psychologischen Institute der Universität Leipzig zum Thema: "Soziale Diskriminierung bei der Personalauswahl".


PD Dr. Lars-Eric Petersen Zeit: Mittwoch, 28.1.04, 17.15 - 18.45
Ort: Seeburgstr. 14-20Raum 18 (Hörsaal Eingang Seeburgstr., Erdgeschoss rechts)

Im Vortrag werden empirische Studien zur Diskriminierung von Minoritäten in Personalauswahlverfahren vorgestellt. Die Ergebnisse dieser Studien sind nicht nur für die Psychologie von Bedeutung, sondern sind auch von gesellschaftspolitischer Relevanz, indem sie erstmals Erkenntnisse für den deutschsprachigen Raum darüber liefern, in welchem Ausmaß und unter welchen Umständen Mitglieder bestimmter Personengruppen in Personalauswahlverfahren diskriminiert werden.

In den Studien wurden betriebliche Einflusssituationen simuliert, die die Diskriminierung von Bewerbern begünstigen können, wie z.B. die Forderung nach Homogenität der Belegschaften oder Diskriminierungs-Aufforderungen höherer Vorgesetzter. In den Studien nahmen die Teilnehmer im Rahmen einer Assessmentcenter-Übung die Rolle einer Führungsperson ein, die u.a. über eine anstehende Personalentscheidung zu befinden hatte, und wurden im Rahmen dieses Rollenspieles z.B. von ihrem Vorgesetzten aufgefordert, Fremdgruppenmitglieder bei der Besetzung der Stelle nicht zu berücksichtigen. In allen durchgeführten Experimenten und für unterschiedliche Eigengruppe-Fremdgruppe-Kombinationen (z.B. Deutsche-Ausländer, Westdeutsche-Ostdeutsche) konnte festgestellt werden, dass sich die Teilnehmer in bedeutsamer Weise zur Diskriminierung verleiten ließen. Allerdings zeigte sich auch deutlich, dass die Befolgung bzw. Nichtbefolgung der Aufforderung zur Diskriminierung von Persönlichkeitseigenschaften der handelnden Person abhängig ist (z.B. Vorurteilsneigung).

Dr. Lars-Eric Petersen ist Privatdozent und Oberassistent an der Universität Halle (Sozial- und Organisationspsychologie). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören soziale Diskriminierung in Organisationen, Stresserleben und Stressbewältigung am Arbeitsplatz sowie die Selbstwahrnehmung und -bewertung von Personen.


weitere Informationen:
Dr. Hartmut Blank
Telefon: 0341 - 97 35984
E-Mail: blank@uni-leipzig.de
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