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Jena ist Treff-, Höhe- und Ausgangspunkt

18.08.2014 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Chinesischer Student der Universität Jena erhält DAAD-Preis 2014 Der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gestiftete Preis an einen ausländischen Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena für dessen hervorragende Studienleistungen und ein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement im interkulturellen Bereich geht in diesem Jahr an den chinesischen Studenten Tinghui Duan.

Duan ist vom Institut für Auslandsgermanistik der Friedrich-Schiller-Universität vorgeschlagen worden. Dort studiert der 26-Jährige, der in Taiyuan geboren wurde einer kleinen Stadt in Nordchina mit 4,2 Mio. Einwohnern, wie er lächelnd sagt seit Oktober 2011 im internationalen Masterstudiengang Auslandsgermanistik Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache. Neben sehr guten Studienleistungen zeigte Duan immer wieder ein außergewöhnliches Engagement. So unterstützte er als ehrenamtlicher Tutor des Internationalen Büros ausländische Studienanfänger bei ihren ersten Schritten in Stadt und Universität. Er kümmerte sich um die Lernwerkstatt des Instituts, in der die Studierenden Lernmaterialien erklärt bekommen und ausleihen können. Er betreute Gäste des Internationalen Sommerkurses für Germanistik in Jena, nahm an der Deutschlehrertagung in Bozen teil und bildete sich im Auslandssemester in Österreich fort. Bei einer Hospitation in einer österreichischen Grundschule vermittelte er Kindern Kenntnisse nicht nur über Deutschland, sondern auch über China. Durch sein vielfältiges Engagement fungiert er stets als Kulturvermittler zwischen China und Deutschland und ist so auch ein Vorbild für alle Kommilitonen, betont Dr. Britta Salheiser vom Internationalen Büro der Universität.

Für den jungen Chinesen ist Jena zu einem wichtigen Ort in seinem Leben geworden. Er ist an die Saale gekommen, da Novalis und die Brüder Schlegel hier gelebt haben, da Hegel hier den ,Geist zu Pferde entdeckt hat und nicht zuletzt wegen des renommierten Masterstudiengangs Auslandsgermanistik, sagt er. Dieser Masterstudiengang sei sehr praxisorientiert und habe ihm Gelegenheiten geboten, um die Welt zu entdecken. Diese Erfahrungen werden sich bestimmt auf meinen zukünftigen Lehrerberuf positiv auswirken. Denn Duan will nach dem Studium nach China zurückkehren, weil ich es für sinnvoll halte, dort Deutsch zu unterrichten und den Lernern neue Perspektiven zu bringen. Er werde Jena bestimmt vermissen, ist sich der Preisträger sicher: Es ist ihm Treff-, Höhe- und Ausgangspunkt. Treffpunkt, weil ich hier Leute aus aller Welt getroffen habe; Höhepunkt, weil ich ein sehr gutes Studienergebnis habe; Ausgangspunkt, weil ich vor dem Studium in Jena nie im Ausland gewesen bin und ich von Jena aus in die ganze Welt gegangen bin. Im Deutschen gibts einen Spruch: Nach einem Hoch kommt ein Tief. Ich würde sagen, der DAAD-Preis ist für mich ein Hoch nach einem Hoch, welches zum nächsten Hoch führt.

Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird Tinghui Duan im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation am 23. Oktober 2014 durch den Präsidenten der Jenaer Universität überreicht. Weitere Informationen:http://www.uni-jena.de
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