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Rechtsmediziner aus ganz Europa in Köln

28.01.2004 - (idw) Universität zu Köln

Am 6. und 7. Februar 2004 findet in Köln der 24. Spurenworkshop der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin statt. Der Spurenworkshop wird vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Köln ausgerichtet und organisiert. Veranstaltungsort ist das Institut für Anatomie, Joseph-Stelzmann-Straße 9.

14 /2004 (Rechtsmed)

24. Spurenworkshop der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin
DNA-Spezialisten aus ganz Europa in Köln

Am 6. und 7. Februar 2004 findet in Köln der 24. Spurenworkshop der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin statt. Der Spurenworkshop wird vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Köln ausgerichtet und organisiert. Veranstaltungsort ist das Institut für Anatomie, Joseph-Stelzmann-Straße 9.

Zum Spurenworkshop werden etwa 300 Wissenschaftler erwartet, die gemeinsam über neueste Forschungsergebnisse, Fehlermöglichkeiten, Qualitätsmanagement und Untersuchungsmethoden diskutieren. Im Zentrum des Spurenworkshops stehen biologische Spuren, also Blut-, Urin-, Sperma-, Gewebe- und Haarspuren. Bei nahezu jeder Straftat kommt es zu einer Übertragung von Spurenmaterial vom Täter auf den Tatort bzw. sein Opfer. Manchmal werden kleine Hautschüppchen übertragen, mal werden Haare des Täters am Tatort hinterlassen, bei Körperverletzungs- und Tötungsdelikten auch Blutspuren und bei Sexualdelikten auch Spermaspuren. Die Methoden der Spurenanalysen wurden vor allem durch die Wissenschaftler an den Rechtsmedizinischen Instituten immer mehr verfeinert, so daß heute schon ein einzelnes Haar oder ein Speicheltropfen genügen, um einen genetischen Fingerabdruck des Täters zu erstellen. Diese Daten werden nach streng eingehaltenen Richtlinien auch über die Landeskriminalämter an die DNA-Fingerabdruck-Daten des Bundeskriminalamtes weitergegeben. Hierdurch ließen sich in jüngster Zeit zum Teil Straftaten - vor allem Morde - aufdecken, die zum Teil schon 10 und 20 Jahre zurücklagen.

Mit der Verfeinerung der Methoden und dem immer geringer werdenden Spurenmaterial, das für die Analysen benötigt wird, wächst aber auch die Gefahr der Fremdkontamination - zum Beispiel durch den Untersucher selbst - und damit die Gefahr der Fehlinterpretation. Um dies zu verhindern, müssen Sicherungsmaßnahmen sowie ein strenges Qualitätsmanagement eingehalten werden. Über entsprechende Arbeitsprozesse und Sicherheitsvorkehrungen wird auf diesem Spurenworkshop besonders intensiv diskutiert werden.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.rechtsmedizin-koeln.de zur Verfügung.

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Verantwortlich: Eva Faresin

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr. Markus Alexander Rothschild unter der Telefonnummer 0221/478-4251, der Fax-Nummer 0221/478-4261 und unter der Email-Adresse markus.rothschild@uk.uni-koeln.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/.
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