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Prof. Dr. Tillack vom IAMO in feierlicher Form verabschiedet - neue Tätigkeit in Moskau

28.01.2004 - (idw) Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa

Am 08. 01. 2004 verabschiedete das Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) in feierlicher Form den bisherigen Geschäftsführenden Direktor, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Tillack. Jedoch ging er mit 66 Jahren nicht in den verdienten Ruhestand, sondern nahm im Rahmen eines Twinning-Projektes zwischen der EU und Russland eine Tätigkeit als Berater im Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation auf.


Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Tillack Prof. Tillack wurde 1937 im vogtländischen Reichenbach geboren. Er studierte in Leipzig Landwirtschaft und wandte sich der Betriebslehre zu, die für ihn die "Krone der Agrarwissenschaften" darstellt. Nach Promotion und Habilitation folgte er seinem Lehrer Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Rosenkranz auf den Lehrstuhl. In fast 19 Jahren hörten annähernd 5000 Studierende - Landwirte, Veterinärmediziner und Agrarpädagogen - seine Vorlesungen. In der schwierigen Zeit der Wende wählte ihn der neue Fakultätsrat der Agrarwissenschaftlichen Fakultät in Leipzig mit überwältigender Mehrheit zum Dekan. Im Frühjahr 1995 wechselte er in das neu gegründete IAMO, ein Institut der "Blauen Liste", und übernahm die Leitung der Abteilung Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum. Gleichzeitig gehörte er dem aus den vier AbteilungsleiterInnen bestehenden Direktorium an. Seit 1998 hatte er die Funktion des stellvertretenden Direktors inne und wurde 2002 zum Geschäftsführenden Direktor berufen .
Prof. Tillack hat maßgeblichen Anteil daran, dass das IAMO den Start erfolgreich meisterte. In der Evaluierung bescheinigte der Wissenschaftsrat dem IAMO "dass es... in den vergangenen vier Jahren gelungen (ist), sich in einer vergleichsweise kurzen Zeit zu einem national und international anerkannten wissenschaftlichen Kompetenzzentrum zu entwickeln". Besonderen Wert legte Prof. Tillack darauf, dass seine MitarbeiterInnen die landwirtschaftlichen Transformationsprozesse in den mittel- und osteuropäischen Ländern nicht nur theoretisch interpretieren, sondern in eigener Feldforschung untersuchen, die gewonnenen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen in praktikable agrarpolitische Entscheidungsvorschläge umsetzen und nicht zuletzt auch in den wissenschaftlichen Zeitschriften dieser Länder in der Landesprache veröffentlichen. Durch das Erreichen eines breiten Leserkreises wollte er auf diese Weise direkt einen Beitrag zum Gelingen der Transformation leisten. Seine Sprachbegabung ermöglichte es ihm, Veröffentlichungen in Russisch, was er selbst ausgezeichnet spricht, sowie in Tschechisch, Slowakisch und Bulgarisch zu lesen sowie Vorträgen und Gesprächen in diesen Sprachen folgen zu können, was in einem Institut, dass sich mit Mittel- und Osteuropa befasst, ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Seine bemerkenswerte Fähigkeit, einerseits klare Entscheidungen zu treffen, andererseits aber auch ausgleichend zu wirken, hat zum internationalen Ansehen des IAMO wesentlich beigetragen.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des IAMO wünschen Herrn Prof. Tillack in seinem neuen Wirkungskreis in Moskau ebenso Erfolg wie am IAMO.

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