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ORCHEM: Eine Konferenz, vier Preisträger - Beller, Hopf, Schönebeck und Werz werden ausgezeichnet

27.08.2014 - (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird im Rahmen der Konferenz für Organische Chemie, ORCHEM, die vom 15. bis 17. September 2014 in Weimar stattfindet, zwei Preise überreichen: die Emil-Fischer-Medaille und die Gmelin-Beilstein-Denkmünze. Die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie der GDCh, Veranstalter der Tagung, vergibt den ORCHEM-Preis für Nachwuchswissenschaftler.

Am 16. September zeichnet die GDCh Professor Dr. Matthias Beller, Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität Rostock, mit der Emil-Fischer-Medaille aus. Emil Fischer (1852 1919) gilt als Begründer der klassischen Organischen Chemie. Er wurde 1902 für seine Zucker- und Purinarbeiten mit dem Nobelpreis geehrt. Anlässlich seines 60. Geburtstags am 9. Oktober 1912 stiftete Carl Duisberg, einer der herausragenden Industriechemiker des 20. Jahrhunderts, die "Emil-Fischer-Medaille". Seit 1950 vergibt die GDCh diese Auszeichnung. Preisträger Beller, der auch Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Nachhaltige Chemie ist, wird für seine vielfältigen und herausragenden Beiträge zur homogenen Übergangsmetallkatalyse und zu einer nachhaltigen Synthesechemie geehrt. Auch grundlegend neue katalytische Methoden hat Beller erforscht, die von einigen Arbeitsgruppen weltweit übernommen wurden. Inhaltliche Schwerpunkte seiner Forschung sind die palladiumkatalysierten Kupplungsreaktionen von Arylhalogeniden, die enantioselektive Oxidationskatalyse, Katalyseanwendungen in der Wirkstoffsynthese sowie katalytische Carbonylierungen. Beller gilt als einer der international sichtbarsten und wissenschaftlich einflussreichsten Vertreter der Organischen Chemie in Deutschland.

Professor Dr. Henning Hopf, TU Braunschweig, erhält ebenfalls am 16. September die Gmelin-Beilstein-Denkmünze. Der Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die besondere Verdienste um die chemische Literatur, um die Chemieinformation oder um die Geschichte der Chemie erworben haben. Die Denkmünze erinnert an Leopold Gmelin, der 1817 erstmals das Handbuch der Anorganischen Chemie veröffentlichte, und an Friedrich Beilstein, der 1881/82 das Handbuch der Organischen Chemie gründete. Preisträger Hopf, von 2004 bis 2005 Präsident der GDCh, gehört mit zahlreichen Ehrungen zu den renommiertesten Chemikern in Deutschland. Sein wissenschaftliches Interesse galt der Grundlagenforschung und der Wissensvermittlung. So verfasste Hopf vielzählige Beiträge zur Lehrbuchliteratur. Er war und ist (Haupt-)Herausgeber angesehener Fachzeitschriften, und als Literaturbeauftragter des GDCh-Vorstands maßgeblich an der Etablierung europäischer Chemiejournale beteiligt. Hopf ist in zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen, Beratergremien und Herausgebergremien wissenschaftlicher Zeitschriften ehrenamtlich aktiv und Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg sowie der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften. Die Resultate seiner vielfältigen Forschungen sind in ca. 650 Originalarbeiten, Übersichtsartikeln, Buchkapiteln und Büchern zusammengefasst.

Als dritte Auszeichnung vergibt die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie den von ihr selbst ausgeschriebenen ORCHEM-Preis für Nachwuchswissenschaftler. Über diese Auszeichnung können sich in diesem Jahr mit Professor Dr. Franziska Schönebeck, RWTH Aachen, und Professor Dr. Daniel Werz, TU Braunschweig, gleich zwei Preisträger freuen. Schönebecks theoretische und experimentelle Studien zu Reaktionsmechanismen, insbesondere von palladiumkatalysierten Reaktionen, fanden große Beachtung. Basierend auf ihren herausragenden Leistungen und ihrem kreativen Forschungsvorhaben wurde sie 2010 an die ETH Zürich berufen. Nach nur drei Jahren erhielt sie im Jahr 2013 einen Ruf an die RWTH Aachen. Werz weist herausragende wissenschaftliche Arbeiten zu Kohlenhydraten und zur Synthese von Heterocyclen über Donor-Akzeptor-Cyclopropane vor. Er gilt mit seinen Publikationen in renommierten Fachzeitschriften als einer der produktivsten jungen Chemiker in Deutschland. Seit 2013 ist er Professor für Organische Chemie an der TU Braunschweig.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Liebig-Vereinigung für Organische Chemie mit etwa 1.500 Mitgliedern. Hauptanliegen der Liebig-Vereinigung für Organische Chemie sind u.a., Forschungsrichtungen und Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Organischen Chemie anzuregen, über wesentliche Aktivitäten auf diesem Gebiet zu informieren und durch intensive Öffentlichkeitsarbeit wichtige und aktuelle Aspekte der Organischen Chemie bekannt zu machen. Weitere Informationen:http://www.gdch.de

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