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EHFG - European Health Award 2014: Sechs Projekte nominiert

27.08.2014 - (idw) European Health Forum Gastein

17. European Health Forum Gastein, 1.-3. Oktober 2014

Sechs grenzüberschreitende Gesundheitsprojekte wurden jetzt für die Endauswahl zum prestigeträchtigen European Health Award 2014 nominiert. Die Themen reichen vom Management psychotischer Erkrankungen oder der Tuberkulose-Aufklärung über perinatale Gesundheit, Pharmakovigilanz und die Notfallvorsorge für den Fall von Gesundheitsbedrohungen bis hin zum plötzlichen Herztod. Aus dieser Short List wird eine hochkarätige Jury das Gewinnerprojekt küren, das Anfang Oktober beim European Health Forum Gastein prämiert wird. Bad Hofgastein, 22. August 2014 Sechs vorbildliche Gesundheitsprojekte wurden jetzt für den prestigeträchtigen, mit 10.000 Euro dotierten European Health Award 2014 nominiert. Der Preis wird vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit und vom Forum der Forschenden Pharmazeutischen Industrie (FOPI) unterstützt. Eine mit führenden europäischen Gesundheitsexperten besetzte Jury wird den Preisträger aus den Nominierungen auswählen, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 17. European Health Forum Gastein (EHFG), das von 1. bis 3. Oktober in Bad Hofgastein stattfinden wird.

Mit dem European Health Award werden Projekte und Initiativen zur Förderung der öffentlichen Gesundheit und Gesundheitsversorgung in Europa gewürdigt. Maßgebliche Kriterien: Es muss mehr als ein europäisches Land an dem Projekt beteiligt sein, es muss innovativ und nachhaltig sein, die Ergebnisse müssen auf weitere Staaten übertragbar sein, das Projekt muss ein wesentliches Gesundheitsproblem ansprechen und somit für einen wesentlichen Teil der Bevölkerung oder für größere Gruppen von Patienten/-innen einen unmittelbaren Nutzen haben.

Es ist ein zentrales Anliegen dieser Auszeichnung, intelligente und wirksame Initiativen zu unterstützen und die Entwicklung von Projekten zu fördern, die für eine effiziente grenzüberschreitende Kooperation geeignet sind, betonte der Präsident des Internationalen Forums Gastein Prof. Helmut Brand. In diesem Jahr werden wir im Rahmen des EHFG diskutieren, wie die Visionen eines sozialen und prosperierenden Europa umgesetzt werden können und dass wir politische Entscheidungsträger/-innen und Interessensvertreter/-innen brauchen, die sich für intelligente, nachhaltige und inklusive politische Konzepte engagieren. Der European Health Award trägt dem dadurch Rechnung, dass Projekte präsentiert und prämiert werden, die nachhaltig, innovativ, multinational und bahnbrechend in ihrem Bestreben sind, die Gesundheit in Europa zu verbessern. Der European Health Award und das EHFG generell zielen darauf ab, solche Bestrebungen zu fördern. In der Gesundheitsversorgung gibt es immer das Risiko, dass kurzfristig wirksame Einschnitte gemacht werden, statt Doppelgleisigkeiten und ineffiziente Strukturen zu beseitigen. Die für den European Health Award nominierten Projekte haben Probleme der Gesundheitsversorgung oder wesentliche Bedrohungen für die Gesundheit der Bevölkerung erkannt und sprechen Themen wie Effizienz, Qualität von und Zugang zu Gesundheitsangeboten klar an. Genau das sind Aspekte, die entscheidend dafür sind, unsere Gesundheitssysteme innovativ zu machen, erklärte Prof. Brand.

Der European Health Award wurde vom Ehrenpräsidenten und Gründer des EHFG, Prof. Dr. Günther Leiner, 2007 ins Leben gerufen. Die Förderung von grenzüberschreitenden Kooperationen in der Gesundheitspolitik sei eine wesentliche Motivation gewesen, den European Health Award ins Leben zu rufen, betonte Prof. Leiner, und heuter seine die Herausforderungen noch größer: Die aktuellen Gesundheitsprobleme werden verschärft durch den demographischen Wandel, den zunehmenden Bedarf an Gesundheitsversorgung, die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen, steigenden Kosten und beschränkten Ressourcen. Eine grenzüberschreitende Agenda in der Gesundheitspolitik, Zusammenarbeit zwischen mehreren Ländern und die Entwicklung von übertragbaren Initiativen bleibt von zentraler Bedeutung, sagte Prof. Leiner.

Im Vorjahr ging der European Health Award an das Recreational Drugs European Network (ReDNet), ein multizentrisches Projekt in acht EU-Ländern. Es zielt auf die Identifizierung neuer psychoaktiver Substanzen ab, die online erhältlich sind, und soll vor allem junge Menschen und mit ihnen arbeitende Experten/-innen über die Auswirkungen dieser Substanzen und ihre möglichen Gesundheitsrisiken durch innovative Kommunikationskanäle informieren. 2012 gewann das HLS-EU European Health Literacy Project den Preis. In einem Survey wurde die Gesundheitskompetenz in acht Ländern erhoben, ein europäisches Netzwerk zu diesem Thema aufgebaut, außerdem wurden nationale Experten/-innen-Gremien etabliert, um kulturelle, soziale und politische Einflüsse auf die Gesundheitskompetenz zu erfassen.

Die sechs Projekte auf der Short List 2014:

1. ITAREPS (Information Technology Aided Relapse Prevention Programme in Schizophrenia) https://www.itareps.com

ITAREPS (Information Technology Aided Relapse Prevention Programme in Schizophrenia) ist eine Mobilitelefon-basierte e-Health Lösung für das Krankheitsmanagement und Monitoring von Patienten/-innen mit Schizophrenie oder generell mit psychotischen Erkrankungen. Das Konzept beruht auf Telemonitoring durch Gesundheitsdienstleisterinnen über eine PC-Telefonbasierte SMS-Plattform, über die Vorläufersymptome eines möglichen Rückfalls identifiziert werden können. Das ermöglicht eine frühe Intervention und die Vermeidung von stationären Aufnahmen. Die Teilnehmer/-innen sind Patienten/-innen und ihre Angehörigen. Das Programm wurde vom Psychiatrischen Zentrum Prag 2005 entwickelt, der vorliegenden Evidenz zufolge lässt sich das Rehospitalisierungsrisiko auf ein Fünftel reduzieren.

Teilnehmende Länder: Slowakische Republik, Tschechische Republik und Japan

2. SALUS (Scalable, Standard based Interoperability Framework for Sustainable Pro-active Post Market Safety Studies)
http://www.salusproject.eu/

Das vorrangige Ziel von SALUS ist es, laufende Studien zur Medikamentensicherheit durch eine Software-unterstützte Analyse von Pharmakovigilanz-Aktivitäten nach der Zulassung einer Substanz zu ergänzen. Bei der Pharmakovigilanz geht es um die Identifizierung, Bewertung, Analyse und Vorbeugung von unerwünschten Wirkungen eines Medikaments, das bereits auf dem Markt ist. Das Projekt SALUS fordert die Integration von klinischen Routinenformationen aus elektronischen Gesundheitsdatenbanken mit klinischen Forschungssystemen, um proaktive Sicherheitsstudien zu ermöglichen, die zu einer Früherkennung von Sicherheitsproblemen beitragen.

Teilnehmende Länder: Deutschland und Italien mit Partnern aus der Schweiz, Frankreich, Schweden, Belgien, den Niederlanden und der Türkei.

3. ExplainTB
http://explaintb.org/

ExplainTB ist ein gemeinnütziges Crowd-Projekt, das kostenlose Aufklärungsvideos über Tuberkolose in mehreren Sprachen anbietet. Mehr als 300 Freiwillige weltweit haben Inhalte beigetragen, Übersetzungen und Korrekturen durchgeführt, Synchronisierungen gemacht oder die Rolle von Darstellern übernommen. Die Videos können auf Smartphones abgerufen werden, Filme und schriftliches Begleitmaterial sind in 28 Sprachen verfügbar. Die audiovisuellen Materialien haben den Vorteil, dass auch Bevölkerungsgruppen erreicht werden können, für die schriftliches Informationsmaterial nicht geeignet ist. ExplainTB unterstützt Behandler/-innen bei Sprachbarrieren, ermöglicht es TB-Patienten/-innen Informationen über ihre Erkrankung in ihrer Muttersprache zu erhalten und stattet Angehörige mit dem wesentlichen Basiswissen zur Vermeidung von Ansteckungen aus. Gesundheitsbehörden können auf der Plattform nationale Leitlinien oder länderspezifische Informationen publizieren. Der Zugang zu den Videos erfolgt via App oder über einen QR Code, der von einem Plakat gescannt werden kann. Die Plakate sind unter www.explaintb.org verfügbar. Die Website d

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